Kriminalstatistik 2013

NRW fast Schlusslicht bei Verbrechens-Aufklärung

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BERLIN/NRW - Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ist bei der Aufklärung von Straftaten fast das Schlusslicht in Deutschland. Nur in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg hatte die Polizei noch weniger Erfolg.

Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Danach wurden in NRW im vergangenen Jahr 48,9 Prozent der Straftaten aufgeklärt, in Berlin und Hamburg waren es jeweils 43,7 Prozent. Spitzenreiter bei der Aufklärung von Verbrechen sind Thüringen mit 64,5 Prozent und Bayern mit 64,1 Prozent.

Die Großstädte in Nordrhein-Westfalen zeigen deutliche Unterschiede bei den Aufklärungsquoten. Münster mit 41,9 Prozent und Köln mit 42,9 Prozent hatten die niedrigsten Werte, vorne liegen Bielefeld mit 59,6 Prozent und Oberhausen mit 55,4 Prozent geklärter Fälle.

In der Statistik wird allerdings auf die eingeschränkte Vergleichbarkeit der Zahlen hingewiesen. So können die Polizeibehörden unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Auch urbane Lebensformen, die abweichendes Verhalten begünstigen könnten, müssten berücksichtigt werden.

Bei der in ganz Deutschland gestiegenen Zahl der Wohnungseinbrüche folgt NRW den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin mit dem höchsten Wert aller Flächenstaaten. In Nordrhrein-Westfalen wurden im vergangenen Jahr rund 313 Wohnungseinbrüche je 100 000 Einwohner registriert. Im Bundesdurchschnitt waren es knapp 186. Das größte Risiko in einer Großstadt Opfer eines Einbruchs zu werden, hatten die Bürger von Bonn. Dort wurden im vergangenen Jahr knapp 564 Wohnungseinbrüche je 100.000 Einwohner gezählt.

Die CDU-Landtagsfraktion erneuerte angesichts der Statistik ihre Forderung nach mehr Personal für die Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen. - lnw

Quelle: wa.de

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