"NRW Natur" soll Touristen anlocken

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Johannes Remmel (Grüne), nordrhein-westfälischer Umweltminister, stellte in Düsseldorf das "Naturerlebnisportal Dein NRW" vor.

DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen als "grüne Lunge" und Magnet für Natur-Urlauber? Der grüne Umweltminister und Touristiker glauben daran. Eine eigens erstellte Produktmarke verspricht "Naturerlebnis NRW" mit Wildpferd-Romantik und Flamingos.

Landesregierung und Tourismus-Wirtschaft sehen in Nordrhein-Westfalen ein großes ungenutztes Potenzial für Natur-Urlaub. Marktforschungen zufolge äußerten rund 40 Millionen Bürger bundesweit Interesse an Natururlaub. Das Potenzial für NRW werde auf 17 Millionen Gäste geschätzt, berichtete die Geschäftsführerin des Verbands Tourismus NRW, Heike Döll-König, am Dienstag in Düsseldorf.

Ein neues Internet-Angebot soll gezielt auf Naturschätze des Landes aufmerksam machen. Unter der Adresse www.dein-nrw.de/natur werden zunächst 33 Naturerlebnis-Höhepunkte vorgestellt. Dazu zählen der Nationalpark Eifel, die 14 Naturparke des Landes, Naturschutzgebiete sowie Rückzugsräume für wilde Tiere, etwa die Wildpferde im Münsterland oder Flamingos im Zwillbrocker Venn.

Für die eigens erstellte Produktmarke "Dein NRW Natur" hat das Landesumweltministerium 180 000 Euro Anschubfinanzierung bewilligt. Bislang finden Interessierte in dem Online-Portal bereits 31 Reiseangebote, darunter in den Kategorien "Naturromantik" und "Naturbildung". Auch Schulklassen sollen angesprochen werden.

"Die grüne Seite" des Industrielands NRW werde noch zu wenig beachtet, stellte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) fest. Dabei gebe es hier zahlreiche Schätze in abwechslungsreichen Naturlandschaften, die von über 40 000 Tier- und Pflanzenarten bewohnt würden. Bislang habe aber ein vernetztes Marketing gefehlt: "Es gibt viele Kirchtürme, aber keine gemeinsame Marke."

Der Zielkonflikt, der im Natur-Tourismus liege, werde von einem Kompetenznetzwerk aus Umweltschützern und Touristikern gemeinsam austariert, versicherte Döll-König. Dazu zählen Vertreter von Umwelt-, Touristik- und Landschaftsverbänden, Kammern, Forstämtern sowie staatlichen Behörden. Sie wollen gemeinsam sicherstellen, dass die touristische Vermarktung der Natur die Landschaft nicht zerstört. - dpa

Quelle: wa.de

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