Neuer Antrag: Volksfeste sollen Kulturerbe werden

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  Der Deutsche Schaustellerbund unternimmt einen erneuten Versuch, Volksfeste auf der Kulturgut-Liste der Unesco zu verankern.

WITTEN - Schützenvereine und Volksfeste haben eins gemein. Sie haben es bislang nicht in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco geschafft. Die Schausteller wollen das ändern.  Der Deutsche Schaustellerbund unternimmt einen erneuten Versuch, Volksfeste auf der Kulturgut-Liste der Unesco zu verankern.

 "Wir stellen im Frühjahr einen neuen Antrag", sagte Verbandssprecherin Lucinde Boennecke vor dem Jahresempfang der NRW-Schausteller in Witten. Im vergangenen Jahr sei der Vorstoß abgewiesen worden, weil das kommerzielle Interesse bei Volksfesten eine große Rolle spiele.Darauf will sich der Bundesverband im neuen Antrag einstellen. Immerhin sei ja auch die Deutsche Brotkultur aufgenommen worden, und Bäcker würden auch nicht umsonst backen, sagte Boennecke der Deutschen Presse-Agentur.

Jährlich rund 1000 Volksfeste in Deutschland

Jährlich feiern die Deutschen rund 1000 Volksfeste. Dazu kommen 1450 Weihnachtsmärkte. Die fast 5000 Schaustellerunternehmen mit ihren etwa 23 000 Beschäftigten kommen dabei auf rund 3,7 Milliarden Euro Umsatz. Im laufenden Jahr rechnen sie mit konstanten Umsätzen, vorausgesetzt es gibt keinen verregneten Sommer.

Eine besondere Ehrung wird in diesem Jahr NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) zuteil. Für ihre Förderung der Schausteller- und Zirkuskinder will ihr der Landesverband das Goldenen Karussellpferd überreichen. Löhrmann habe dazu beigetragen, dass die Kinder am Ort der Volksfeste von freigestellten Lehrern unterrichtet werde könnten. Es gebe sogar ein Schulmobil, das zu den Plätzen fahre, wenn kein Zelt oder Wohnwagen zur Verfügung stehe. - lnw

Quelle: wa.de

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