Neue Sorge um Opel Bochum

BOCHUM ▪ Der Bochumer Opel-Betriebsrat Rainer Einenkel sieht in der Ruhrgebietsstadt weitere Arbeitsplätze bei dem Autobauer in Gefahr. „Im Zusammenhang mit Verkaufsabsichten für das Werk Antwerpen soll zugesagte Produktion nicht nach Bochum kommen“, schreibt der Betriebsratschef laut einer internen Rund-Mail. Wenn dies so komme, seien im Bochumer Werk „weitere 1 000 Arbeitsplätze gefährdet“. Aus Sicht Einenkels wäre das „der schleichende Tod für das Bochumer Werk“.

Der Betriebsratschef warnte davor, die beiden Werke gegeneinander auszuspielen. Nach den bisherigen Plänen will die Opel-Mutter General Motors (GM) im Bochumer Werk 1 800 Arbeitsplätze streichen, weitere 200 sind in Partnerbetrieben gefährdet.

In dem Konflikt geht es insbesondere um die derzeitige Fertigung der Astra-Modelle in Antwerpen. Diese Stückzahlen waren Bochum zugesagt, um die Zeit bis zum Anlauf des neuen Zafira zu überbrücken.

Sollte GM von diesen Zusagen wieder Abstand nehmen, um mit einer höheren Auslastung das Werk Antwerpen „für einen Verkauf hübscher zu machen“, könnte in einem zweiten Schritt „weitere Produktion aus Bochum abgezogen werden“, hieß es.

In den Gesprächen um die Neuaufstellung von Opel hat sich auch Aufsichtsratsmitglied und IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild für einen „Runden Tisch Opel“ ausgesprochen. Schild sagte, die Rettung von Opel müsse jetzt in konkreten Gesprächen aller Beteiligten in Angriff genommen werden: „Es bleibt den Regierungen in Deutschland und Europa, ebenso wie den Gewerkschaften, unbenommen, über ihre Beiträge zu entscheiden.“ ▪ dpa

Quelle: wa.de

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