Vater wegen versuchter Tötung von Polizisten vor Gericht

KREFELD - Ein Familienvater soll im niederrheinischen Nettetal versucht haben, zwei Polizisten zu töten. Seit Freitag steht der 50-Jährige wegen versuchten Totschlags in Krefeld vor dem Landgericht.

Laut Staatsanwaltschaft soll der 50-Jährige in seinem Auto gesessen und nach Mitternacht laute Schlagermusik gehört haben, was einen Anwohner auf die Palme brachte.

Wegen ruhestörenden Lärms rückte eine Zivilstreife der Polizei an. In dem Moment soll der Angeklagte mit durchdrehenden Reifen auf den Polizeiwagen zugerast sein. Drei Mal habe er den Polizeiwagen gerammt. Als die zwei Polizisten mit Prellungen aus dem Wagen sprangen, soll er erneut auf sie zugehalten haben. Die Beamten hätten aber beiseite springen können, der Wagen sei stattdessen gegen einen Baum geprallt.

Ein Besucher eines nahen türkischen Cafés habe das dramatische Geschehen im vergangenen Oktober schließlich beenden können, indem er die Seitenscheibe des Wagens einschlug und den Zündschlüssel abzog. Er könne sich an nichts erinnern, sagte der Angeklagte am Freitag. Wegen einer psychischen Erkrankung schließt die Staatsanwaltschaft eine verminderte Schuldfähigkeit nicht aus. Das Urteil soll am 26. Mai verkündet werden. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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