76 Platzverweise ausgesprochen

Polizei löst großes Auto-Treffen auf - Betrunkener flüchtet und stürzt in Fluss

In Neheim (NRW) hat die Polizei am Samstag ein großes Auto-Treffen aufgelöst. Ein Betrunkener flüchtete vor den Beamten und stürzte in die Möhne.
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In Neheim (NRW) hat die Polizei am Samstag ein großes Auto-Treffen aufgelöst. Ein Betrunkener flüchtete vor den Beamten und stürzte in die Möhne.

Etwa 60 junge Autofahrer sind am Samstagabend mit viel Lärm durch eine Innenstadt im Sauerland gefahren. Die Polizei löste später ihr Treffen auf einem Parkplatz auf. Ein betrunkener Fahrer flüchtete vor den Beamten und stürzte in einen Fluss.

Neheim - Zahlreiche Autos fahren mit quietschenden Reifen und hupend durch die Innenstadt, driften immer wieder und beschleunigen teilweise sehr stark. Genau das beobachteten mehrere Anwohner am Samstagabend gegen 23 Uhr in Neheim und beschwerten sich daraufhin bei der Polizei. Ein Zeuge habe zudem gesehen, wie ein Autofahrer mit einer Pistole in die Luft geschossen habe.

Ein Großteil der Autofahrer - nach Polizeiangaben „zumeist junge Erwachsene“ - sammelte sich schließlich auf dem Parkplatz am Schlachthofweg in der Nähe der Firma BJB. Als Polizeibeamte in Neheim eintrafen, zeigten sich die Teilnehmer des großen Auto-Treffens „wenig kooperativ“, heißt es im Polizeibericht. Immer wieder hätten Fahrzeuge den Parkplatz verlassen und seien kurze Zeit später zurückgekehrt. Weitere Teilnehmer des Treffens seien zudem durch die Innenstadt von Neheim gefahren. Insgesamt seien mehr als 60 Fahrzeuge an dem Treffen beteiligt gewesen.

Neheim (NRW): Polizei löst großes Auto-Treffen auf - 76 Platzverweise ausgesprochen

Die Polizei forderte daraufhin Unterstützung von umliegenden Wachen an, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Die Beamten sperrten den Parkplatz in Neheim ab und überprüften die Teilnehmer des Auto-Treffens. Nachdem sie die jungen Erwachsenen auf die Einhaltung der Verkehrsregeln hingewiesen hätten, sprachen die Polizisten insgesamt 76 Platzverweise aus. Immerhin: Rechtsverstöße habe die Polizei keine festgestellt - also auch keine gegen die aktuell geltenden Corona-Regeln.

Ein Teilnehmer beschäftigte die Polizei aber doch stärker: Als die Beamten den Mann kontrollieren wollten, der in Neheim mit einer Pistole in die Luft geschossen haben soll, flüchtete der mit seinem Auto. Doch bereits nach wenigen Metern sei er ausgestiegen und in Richtung der Möhne gelaufen. Der 35-jährige Mann aus Arnsberg sei dann in den Fluss gesprungen und gestürzt.

Die Polizisten sprangen daraufhin ebenfalls in die Möhne und zogen den flüchtigen Mann aus dem Wasser. „Der Sprung in den kalten Fluss hätte ohne die Hilfe der Polizei möglicherweise schlimme Folgen für den Flüchtigen gehabt“, berichtete die Polizei. Nach der Rettungsaktion habe sich herausgestellt, dass der 35-Jährige ziemlich betrunken gewesen sei. Ein vor Ort in Neheim durchgeführter Test habe einen Wert von etwa 1,8 Promille ergeben.

Neheim (NRW): Flüchtiger Mann aus Fluss gezogen - Waffe verschwunden

Die Beamten nahmen den Mann schließlich mit zur Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. In seinem Auto fanden die Polizisten ein geladenes Magazin für eine Schreckschusswaffe, von der zugehörigen Waffe fehlte allerdings jede Spur. „Gegen den 35-Jährigen wird nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen einer Trunkenheitsfahrt ermittelt“, teilte die Polizei abschließend mit.

Ganz in der Nähe des Parkplatzes in Neheim hatte es vor einigen Wochen eine Massenschlägerei mit 40 Beteiligten gegeben*. Auch damals musste die Polizei Verstärkung anfordern, um die Lage in den Griff zu bekommen. - *sauerlandkurier.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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