"Nahverkehrsbetriebe stehen still": Nächste Warnstreikwelle droht

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Warnstreik Hessen

Düsseldorf - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes droht in der kommenden Woche die nächste Warnstreikwelle.

Für den 10. April will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) in Köln, Dortmund und Bielefeld zu drei Großkundgebungen und Warnstreiks aufrufen. 

"Wir wollen noch eine Schippe drauflegen", sagte der Leiter der Tarifabteilung im Verdi-Landesbezirk NRW, Michael Wiese, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Zuvor hatte ihn die "WAZ" im Kurznachrichtendienst Twitter mit der Einschätzung zitiert, dass dann erneut "die Nahverkehrsbetriebe mehr oder weniger stillstehen". 

Die Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen hatten am 26. Februar begonnen. Seitdem haben die Gewerkschaften ihre Forderungen immer wieder mit Schwerpunkt-Warnstreiks in verschiedenen Bundesländern und Städten untermauert und den Nahverkehr teilweise fast zum Erliegen gebracht. 

Vor zwei Wochen hatten sich nach Angaben von Verdi in NRW rund 40 000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat zusätzlich. Die Arbeitgeber lehnen den Mindestbetrag ab. 

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam vorgesehen. Verdi-Chef Frank Bsirske hatte vor einer Woche eine flächendeckende Mobilisierung mit den Worten angekündigt: "Das schließt den Kita-Bereich ebenso ein wie die Abfallentsorgung und die Flughäfen ebenso wie die Krankenhäuser."

Quelle: wa.de

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