Zu hohe Geschwindigkeit als Ursache

Raser hinterlässt gewaltiges Trümmerfeld: Das erwartet den Unfallverursacher aus dem MK

Der Ford Focus GT erlitt bei dem Unfall einen Totalschaden. Der Fahrer wurde laut Polizei nur leicht verletzt.
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Der Ford Focus ST erlitt bei dem Unfall einen Totalschaden. Der Fahrer wurde laut Polizei nur leicht verletzt.

[Update] Es war ein gewaltiges Trümmerfeld in der Nacht zum 19. April 2019 in Iserlohn: Der Fahrer eines getunten Ford Focus ST war mit deutlich überhöhtem Tempo in ein Taxi gerast und dann in mehrere geparkte Autos geschleudert. Jetzt wurde das Urteil gegen den Raser verkündet.

  • Bei einem illegalen Autorennen in Iserlohn kam es zu einem schweren Unfall.
  • Der Fahrer eines getunten Ford Focus krachte in mehrere Autos.
  • Jetzt wurde am Amtsgericht Iserlohn das Urteil gegen den Mann aus Hemer verkündet.

Iserlohn/NRW - Die Bilder aus dieser Nacht lassen Böses erahnen: Zwei Autos erleiden einen Totalschaden, ein kompletter Motorblock und mehrere Räder sind herausgerissen. Ein 28-jähriger Mann aus Hemer ist am Karfreitag-Morgen 2019 mit 120 km/h durch Iserlohn gerast - innerorts, bei erlaubten 50 km/h.

Raser-Unfall in Iserlohn: Deutliche überhöhte Geschwindigkeit

Der 28-Jährige wurde bei dem Unfall verletzt, der Sachschaden lag im hohen fünfstelligen Bereich. Die Polizei MK hat jetzt mitgeteilt, dass durch die technische Auswertung des Motorsteuer-, Airbagsteuer- und ABS-Steuergeräts die Unfallursache klar ist: deutlich überhöhte Geschwindigkeit. "Zudem verharrte die Tachonadel des PKW vermutlich durch Abriss der Aggregate bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h und 4000 U/min", so die Polizei weiter.

Nach dem schwerwiegenden Unfall in Iserlohn verharrte die Tachonadel des Ford Focus ST bei 120 km/h.

Am Amtsgericht Iserlohn wurde außerdem folgendes Urteil gegen den Hemeraner gesprochen: 120 Tagessätze im geringen Eurobereich, Entzug der Fahrerlaubnis um weitere 10 Monate, Neuerwerb der Fahrerlaubnis, Regressansprüche und Übernahme der Gerichtskosten.

Raser-Unfall in Iserlohn: Lesen Sie hier unsere Erstberichterstattung

Laut Pressemitteilung der Feuerwehr Iserlohn ereignete sich der Unfall um 0.38 Uhr auf der Mendener Straße in Höhe der Einmündung Pütterstraße - am "Car-Freitag". Der Autofahrer aus Hemer (28) soll bei erlaubten 50 km/h mit bis zu 120 km/h unterwegs gewesen sein, der Motorblock wurde aus dem Fahrzeug gerissen.

Auch das Taxi erlitt bei dem Crash einen Totalschaden. Der Fahrer wurde glücklicherweise nur leicht verletzt.

Das erklärte ein Sprecher der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Märkischen Kreis am Nachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion.

"Entsprechend der Notrufe wurde der Rüstzug der Berufsfeuerwehr und eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. 

Als die ersten Kräfte am Einsatzort eintrafen, stellte sich heraus,dass ein Ford die Mendener Straße in Richtung Hemer mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit befuhr und in Höhe der Pütterstraße mit einem Taxi zusammenstieß. Daraufhin schleuderte das Fahrzeug in mehrere am Straßenrand geparkte Pkw", hieß es zum Unfallhergang von der Feuerwehr.

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Die Polizei bestätigte diese Darstellung, legte aber vor allem Wert darauf, dass es nicht etwa ein illegales Autorennen gegeben habe. Es sei nur von einem Fahrzeug die Rede gewesen, das Richtung Hemer unterwegs gewesen war.

Raser-Unfall in Iserlohn: Mehrere Personen im Krankenhaus

Der Fahrer des Fords - ein 28-jähriger aus Hemer - habe trotz Verletzungen aus seinem Fahrzeug aussteigen können und sei anschließend vom Rettungsdienst versorgt worden, schrieb die Feuerwehr. 

"Der Taxifahrer wurde ebenfalls vor Ort behandelt. Der Fahrer des Fords wurde in ein Iserlohner und der zweite Patient in ein Hagener Krankenhaus gebracht", teilte die Feuerwehr weiter mit.

Der Wagen des Unfallverursachers schleuderte gegen mehrere geparkte Fahrzeuge.

Für die Zeit der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten war die Mendener Straße zwischen der Müllensiefen- und der Elisabethstraße bis ca. 3.20 Uhr komplett gesperrt.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst und die Löschgruppe Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr mit insgesamt 22 Einsatzkräften. Der Sachschaden wird auf knapp 80.000 Euro beziffert.

Raser-Unfall in Iserlohn: Führerschein des Fahrers beschlagnahmt

Angesichts zahlreicher Zeugen am Unfallort gehen die Ermittler davon aus, dass es sich um ein zuvor angekündigtes "Posing" des Hemeraners mit seinem aufgemotzten Wagen gehandelt haben könnte, das nun entsprechend strafrechtlich aufgearbeitet wird.

Der Führerschein des Hemeraners wurde ebenso beschlagnahmt wie das Autowrack und das Handy des Mannes. Das ist ebenfalls Gegenstand von Ermittlungen.

In Lüdenscheid erhält die Polizei den Kontrolldruck auf einer beliebten Abkürzungsstrecke für Pendler aufrecht. Wieder tappten die Autofahrer reihenweise in die Falle. Bei einer Kontrolle vor sechs Wochen an der selben Stelle waren rund 40 Prozent der Autos zu schnell.

Quelle: wa.de

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