Grillfest-Mord: Achteinhalb Jahre Haft

KÖLN - Für einen Mord bei einem Grillfest ist ein 64 Jahre alter Mann in Köln zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass er am 5. April vergangenen Jahres in Marienheide im Kreis Gummersbach einen 38 Jahre alten Nachbarn erstochen hatte.

Die beiden Kontrahenten waren zunächst mit Schaschlik-Spießen aufeinander losgegangen, bis sie von anderen Feiernden getrennt wurden. Der 64-jährige ging daraufhin nach Hause und holte ein Messer. Das rammte er seinem Opfer ohne Vorwarnung mit solcher Wucht in die Brust, dass er fünf Rippen durchtrennte und das Herz traf. Der 38-jährige verblutete. Täter und Opfer waren erheblich alkoholisiert. Eine Blutprobe beim Angeklagten hatte 2,2 Promille zur Tatzeit ergeben.

Die Richter schlossen, wie der Staatsanwalt, eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten nicht aus. Gleichzeitig ging das Gericht jedoch von einem heimtückischen Mord aus, da der Täter nach Zeugenaussagen die "Arg- und Wehrlosigkeit" seines Opfers ausgenutzt hatte. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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