Staatsanwalt fordert lebenslang nach Mord im Jobcenter

Düsseldorf/Neuss - Im Prozess um den Mord an einer Mitarbeiterin im Jobcenter von Neuss haben Staatsanwaltschaft und Nebenkläger lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Das Opfer habe nicht mit einem Angriff gerechnet, sagte der Vertreter der Anklage vor dem Landgericht Düsseldorfer.

Der Angeklagte hatte gestanden, die Arbeitsvermittlerin erstochen zu haben, weil er den Missbrauch seiner persönlichen Daten durch die Behörde vermutete. Der Staatsanwalt sprach von "einem krassen Missverhältnis zwischen Anlass und Tat". Nach der Bluttat waren die Sicherheitsmaßnahmen in Jobcentern auf breiter Front überprüft worden.

Der 52-Jährige war kurz nach der Tat im vergangenen September in der Nähe des Jobcenters festgenommen worden. In seiner Vernehmung hatte er die Tat zugegeben, aber eine Tötungsabsicht bestritten. Dem hielt die Anklage entgegen: "Wer mehrfach wuchtig in den Oberkörper sticht, muss mit dem Tod rechnen." Ein Gerichtsmediziner hatte ausgesagt, ein Stich habe die Frau vollständig durchbohrt. Es seien mehrere innere Organe verletzt und die Hauptschlagader durchstochen worden. Die 32-Jährige sei von innen verblutet.

Nebenkläger sind die Eltern, der Ehemann und der elf Jahre alte Sohn des Opfers. Die Anwältin der 76 und 78 Jahre alten Eltern meinte: "Die Tat hat nicht nur das Opfer getötet, sondern auch meinen Mandanten das Herz gebrochen". - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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