Verdächtige Gegenstände im Kofferraum

Drängel-Mercedes kracht auf A2 in Porsche, Lkw kippt um - Verursacher unter Drogen

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VN24 - 14.11.2019 - Kettenreaktion mit zwei PKW führt zu umgestürzten LKW Gefahrgut-Anhänger auf A2

[Update, 13.01 Uhr] Bei einem Unfall auf der A2 sind in der Nacht zu Freitag zwei Menschen schwer verletzt worden. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Oberhausen zwischen dem Kreuz Dortmund-Nordwest und Dortmund-Mengede gesperrt. Der Verursacher war alkoholisiert. Im Kofferraum fanden die Polizisten verdächtige Gegenstände.

Dortmund - Ersten Erkenntnissen zufolge war ein 63-Jähriger aus Münster mit seinem Porsche auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Oberhausen unterwegs. Vor der Anschlussstelle Dortmund-Mengede wollte ein 39-Jähriger aus Lettland ihn offenbar überholen. Er fuhr mit seinem Mercedes Kombi hinter dem Porsche 911 und drängelte per Lichthupe.

Als der 63-Jährige nach rechts wechseln wollte, beschleunigte der 39-Jährige offenbar zu stark und kollidierte mit seinem Vordermann. Beide Fahrzeuge schleuderten quer über die drei Fahrbahnen. Dabei schoss der Mercedes einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lkw eines Steinhageners (52) regelrecht ab, in dem er zwischen Zugmaschine und Anhänger seitlich derart heftig einschlug, dass der mit Gefahrgut beladene Anhänger umstürzte und auf der Seite liegend über die Fahrbahn rutschte. 

Eine Person musste von der Feuerwehr aus dem Mercedes gerettet werden.

Bei dem Unfall erlitten der 39-Jährige und sein 41-jähriger Beifahrer aus Lünen schwere Verletzungen. Letzterer war zunächst im Wagen eingeklemmt und musste befreit werden. Ein Rettungswagen brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Zudem lagen gegen ihn zwei Haftbefehle vor.

Bei dem Fahrer ergaben sich Hinweise auf den möglichen Konsum von Alkohol und Drogen. Ein durchgeführter Atemalkoholvortest fiel positiv aus. Auch ihn brachte ein Rettungswagen in ein Krankenhaus, wo ihm zwei Blutproben entnommen wurden. Die Polizisten beschlagnahmten den Führerschein des Mannes. Die beiden anderen Fahrer blieben unverletzt.

Darüber hinaus stellte sich heraus, dass der Mercedes nicht mehr zugelassen war und die angebrachten Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren. Im Kofferraum befand sich zudem mutmaßliches Aufbruchswerkzeug. Die Beamten stellten das Fahrzeug sicher.

Gefahrgut im Lkw vermutet - Spezialkräfte rücken an

"Im Einsatzverlauf wurde der umgekippte Sattelauflieger nach möglichem Gefahrgut durchsucht. Es bestand der Verdacht, dass Lösemittel austrat", erklärte die Feuerwehr. Deshalb wurde die Spezialeinheit ABC und der Umweltdienst als Fachberatung hinzugezogen. In Säureschutzanzügen und unter Atemschutz wurde der Auflieger untersucht. "Der vermutete Stoff konnte nicht festgestellt werden."

Während der Unfallaufnahme, der Bergungs- sowie Reinigungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn gesperrt werden. Der Verkehr wurde über das Autobahnkreuz Dortmund-Nordost abgeleitet, gegen 2.15 Uhr konnte der linke Fahrstreifen freigegeben werden. Die komplette Fahrbahn war am Freitag (15.11.) gegen 7 Uhr wieder befahrbar.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 95.000 Euro.

Innerhalb von nur einer Stunde hat es am Donnerstagmorgen auf der A2 gleich fünf Unfälle gegeben. Unter anderem wurde ein Baby verletzt. Mit einem Hubschrauberfahndete die Polizei in der Nacht nach Autofahrern, die nach einem Unfall geflüchtet waren.

Quelle: wa.de

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