Nach schlechter Bewertung will Parkhaus-Betreiber sanieren

DÜSSELDORF - "Genau der Typus Parkgarage, den man fürchtet." Das Urteil fiel vernichtend aus, als der ADAC im vergangenen Jahr ein Düsseldorfer Parkhaus testete. Seitdem hat sich wenig verändert. Doch der Betreiber will jetzt sanieren.

Zu kleine Stellplätze, zu enges Treppenhaus, schlechte Beleuchtung. Vor einem Jahr hatte ein Parkhaus nahe der noblen Düsseldorfer Königsallee beim deutschlandweiten ADAC-Parkhaus-Test den letzten Platz belegt. Seither hat sich augenscheinlich wenig verändert. Noch immer blättert die Farbe von den Wänden, von Modernisierung keine Spur.

Das werde sich im kommenden Jahr ändern, beteuert der Parkhaus-Betreiber. Dann solle eine umfangreiche Sanierung in Millionenhöhe beginnen. Bei vielen Düsseldorfern ist die Garage aus den 60er Jahren auch jetzt schon beliebt: Denn mit Gebühren von 1,60 Euro pro Stunde können Fahrer ihr Auto im Parkhaus Kreuzstraße 27 vergleichsweise billig abstellen.

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"Wir fangen mit dem Treppenhaus an", sagt eine Sprecherin der Betreibergesellschaft. Ein geräumiger moderner Aufzug sei bereits bestellt. Beim Test im Jahr 2011 hatten die zwei kleinen Aufzüge der Garage, in denen die Mitnahme von Kinderwagen kaum möglich war, unter anderem zu der negativen Bewertung geführt. Das ADAC-Urteil fiel damals vernichtend aus: "Insgesamt ungepflegt und schmutzig sowie alles andere als behindertengerecht ist es genau der Typus Parkgarage, den man fürchtet."

Großes Manko waren auch die schmalen Stellplätze: Auch die sollen laut Betreiber in Zukunft deutlich breiter werden. Geplant seien auch neue Böden und eine neue Fassade. Die Sanierung sei bereits seit längerem geplant gewesen. "Die ADAC-Studie war dafür nicht ausschlaggebend." Wegen des hohen Sanierungsvolumens sei die Planung sehr aufwendig und daher langwierig gewesen. Gute Nachricht für Fans des preisgünstigen Parkhauses: "Es ist nicht geplant, die Gebühren zu erhöhen."

Ob die Tests Wirkung zeigen, darüber liegen dem ADAC nach eigenen Angaben bisher keine Zahlen vor. "Freiwillig bekommen wir keine Rückmeldungen von Betreibern", sagt der Projektleiter des Parkhaus-Tests, Andreas Pohl. Die Testreihe gebe es erst seit drei Jahren. Wiederholungstests von Parkhäusern habe es bisher noch nicht gegeben. Grund sei der meist hohe Sanierungsbedarf, den Betreiber nicht innerhalb von wenigen Jahren bewältigen könnten. Aber: "Wir werden sicher in den nächsten Jahren Parkhäuser testen, die wir bereits getestet haben." - lnw

Quelle: wa.de

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