Nach Legionellen-Ausbruch

In Warstein geht die Spurensuche weiter

WARSTEIN - Mehr als 150 Erkrankte und zwei Tote: In Warstein im Sauerland ist inzwischen klar, wie sich die Legionellen verbreitet haben. Aber woher sie ursprünglich kamen, danach wird noch gesucht.

Nach dem Abschalten der verdächtigen Kühlanlage ist die Welle der Legionellen-Infektionen im Sauerland in den vergangenen Tagen wie erwartet zurückgegangen. Für eine Entwarnung sei es aber immer noch zu früh, sagte ein Sprecher des zuständigen Kreises Soest am Donnerstag. Mehr als 150 Menschen waren erkrankt, beispielsweise an schweren Lungenentzündungen. Zwei Männer kamen ums Leben.

Die Legionellen gelangten nach bisherigen Erkenntnissen aus einer Kläranlage in den Fluss Wester und von dort in die Kühlanlage eines Industriebetriebs. Die Kühlanlage verteilte die Legionellen weiträumig. Sie sind nur dann gefährlich, wenn sie beim Einatmen in die Lunge gelangen. Untersucht wird noch, ob die Legionellen im Klärwerk genetisch identisch sind mit denen, die in der Kühlanlage gefunden wurden und die die Erkrankungen ausgelöst hatten.

Außerdem gehen die Fachleute der Frage nach, ob die Bakterien auch direkt aus dem Bewegungsbecken der Kläranlage in die Luft gelangt sein könnten.

Lesen Sie mehr zum Thema hier auf unserer Ressortseite Warstein.

Quelle: wa.de

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