Urteil nach Tod im Kindergarten: Geldstrafen und Freispruch

GRONAU - Mit Geldstrafen und einem Freispruch ist der Prozess um den Tod eines kleinen Mädchens an einem Klettergerüst in einem Kindergarten in Gronau zu Ende gegangen.

Das Amtsgericht Ahaus verurteilte den Geschäftsführer des Gerüstherstellers am Dienstag zu einer Geldstrafe von 16 500 Euro, zwei Handwerker müssen 3000 beziehungsweise 1200 Euro zahlen. In allen Fällen ging es um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung. Das Kind war wegen eines zu geringen Abstands zwischen Gerüst und Zimmerdecke erstickt.

Bei den drei Männern bewertete das Gericht das ausgesprochene Bedauern um den Unfalltod des Kindes. Zwei der vier Angeklagten hatten sich ausdrücklich zu ihren Fehlern bekannt. Auch das bewertete das Schwurgericht in der Urteilsbegründung positiv. Die höchste Strafe erhielt der Geschäftsführer, weil der Ausgangspunkt einer Fehlerkette, an deren Ende der Tod des Kindes stand, bei ihm lag.

Den vierten Angeklagten, ein Experte des TÜV-Nord, sprach das Gericht vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei. Zuvor hatte bereits die Anklage einen Freispruch gefordert. Der Vorwurf gegen ihn habe sich nicht bestätigt, so der Staatsanwalt in seinem Plädoyer.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare