Nach Tod einer 48-jährigen Frau in Neubeckum

Verlobte hilflos zurückgelassen: Haftbefehl gegen 58-Jährigen

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Warendorf/Münster - Nach dem Tod einer 48-jährigen Frau in Neubeckum hat eine Richterin am Mittwochabend Haftbefehl gegen den 58-jährigen Lebenspartner erlassen. Der Mann wird laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Warendorf und der Polizei Münster beschuldigt, seine Partnerin in hilfloser Lage in der gemeinsamen Wohnung im Stich gelassen und damit letztendlich den Tod der Frau verursacht zu haben.

Rettungskräfte hätten die leblose Frau am Dienstag gegen 9.55 Uhr in der gemeinsamen Wohnung gefunden, nachdem sich der Beschuldigte über den Notruf bei der Feuerwehr gemeldet hatte. "Der hinzugerufene Notarzt konnte nur noch den Tod der 48-Jährigen feststellen", heißt es.

"Die Auffindesituation deutete darauf hin, dass die Neubeckumerin möglicherweise nicht an einem natürlichen Tod gestorben ist", wird Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt zitiert.

Zur Klärung der Gesamtumstände sei eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster eingesetzt worden.

"Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Leichnam der Frau am Mittwoch im Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster obduziert. Im Ergebnis gab es keine Anzeichen für Gewalteinwirkung, allerdings fanden sich Anhaltspunkte dafür, dass sich die Frau über längere Zeit in einer hilflosen Lage befand und in der Folge verstarb", so Botzenhardt.

In der ersten polizeilichen Vernehmung des Beschuldigten hätten die Ermittler Hinweise darauf erlangt, dass die 48-Jährige sich nach einem Sturz in der gemeinsamen Wohnung, unter anderem aufgrund ihrer körperlichen Konstitution, nicht mehr ohne fremde Hilfe habe aufrichten können.

"Der 58-Jährige gab an, dass seine Verlobte gestürzt sei und keine fremde Hilfe gewollt habe. Er sei auch nicht in der Lage gewesen ihr aufzuhelfen", sagte der Leiter der Mordkommission. "Er habe sie nach eigenen Angaben jedoch über mehrere Tage mit Getränken versorgt. Aus Angst vor einer Trennung, sei er ihrer Forderung nachgekommen und habe keine Hilfe geholt."

Die Ermittlungen dauern an. - eB

Quelle: wa.de

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