Nach Eierwürfen an Halloween

Warendorfer übt Selbstjustiz an vier Jugendlichen

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Halloween-Symbolbild

WARENDORF - Diesen vier Jugendlichen - immerhin 13 bis 15 Jahre alt - ist der Spaß an Halloween-Streichen vorerst vergangen! Sie hatten in Warendorf Eier gegen eine Hauswand geworfen und wurden kurz darauf von einem Mann gestellt, der zur Selbstjustiz griff. Dafür wird er sich verantworten müssen.

Wie die Polizei Warendorf erst am Montagnachmittag mitteilte, hatten insgesamt fünf Jugendliche am 31. Oktober gegen 19.30 Uhr Eier gegen ein Haus an der Fischerstraße geworfen. Als ein aufmerksam gewordener Bewohner aus dem Haus kam, flüchtete die Gruppe zunächst im Schutz der Dunkelheit.

Der Mann stellte vier der fünf Jugendlichen jedoch wenig später mit seinem Auto in Höhe der Ludgeristraße. Der Unbekannte zerrte die Jungen laut Pressemitteilung in ein Auto und fuhr mit ihnen zu einem Waldstück.

Hier ließ er die Vier aussteigen und forderte den Namen des Eierwerfers. Als er diesen nicht erhielt, nötigte er die Jungen, sich mit Speiseöl zu übergießen. Dieses hatte der Mann im Kofferaum des Autos. Dann ließ er die Jugendlichen zurück und fuhr davon.

Eine Streife griff die Warendorfer Teenager am Lohwall auf. Mit Hilfe der Jungen ermittelte die Polizei das Haus in der Fischerstraße und auch das benutzte Auto.

Die Ermittlungen zur Identität des tatverdächtigen Mannes sind noch nicht abgeschlossen. Die Polizei leitete gegen diesen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und Nötigung ein.

Auf Nachfrage hieß es von der Polizei Warendorf, dass Nachbefragungen zum ungewöhnlichen Sachverhalt vom Halloween-Abend ausstehen. Details dazu, warum die Jugendlichen nacheinander in das Auto einstiegen und nicht flüchteten oder wie sie dazu genötigt wurden, sich das Öl über den Kopf zu gießen, wurden nicht genannt.  - eB

Quelle: wa.de

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