Prozess wegen Brand im Erotik-Club "Beverly"

[Update 14.13 Uhr] Wuppertal - Im vergangenen November brannte der Erotik-Club "Beverly" in Solingen völlig aus. Jetzt steht der 42-jährige mutmaßliche Brandstifter vor Gericht.

Weil er einen Solinger Erotik-Club angezündet haben soll, steht ein 42-Jähriger seit Freitag wegen versuchten Mordes in Wuppertal vor Gericht.

Der Angeklagte aus Nideggen in der Eifel soll im vergangenen November in der "Erotik-Disco Beverly" Benzin vergossen und das Gebäude angezündet haben.

Der 42-Jährige soll am Abend vor dem Brand unter dem Titel "Dirty Sound" ein Showprogramm in dem Swinger-Club organisiert haben. Danach soll es zu einem Streit um die Verteilung der Einnahmen gekommen sein. Den Ermittlungen zufolge hatte der Angeklagte dann in einer benachbarten Tankstelle fünf Liter Benzin in einem Kanister gekauft.

Drei Menschen schliefen in dem Gebäude, als das Benzin vergossen und das Feuer gelegt wurde. Der Betreiber des Swinger-Clubs entkam laut Anklage mit einer großen Portion Glück den Flammen: Nur weil er wegen eines dringenden Bedürfnisses nachts wach wurde, bemerkte er gerade noch rechtzeitig den Rauch und konnte die anderen beiden Schlafenden wecken.

Eine Frau erlitt bei der Flucht aus dem brennenden Gebäude eine Rauchvergiftung. Der Angeklagte sitzt bereits seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Ihm wird neben dem Mordversuch auch besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen. Das Gebäude stürzte bei dem Feuer teilweise ein. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf die Nachbarhäuser verhindern.

Nach Angaben des Staatsanwalts hatte er die Tat im Ermittlungsverfahren bereits gestanden. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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