Seehofer, Reul und Laschet

Amok-Fahrt in Münster: Politiker legen Blumen nieder

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Horst Seehofer und Armin Laschet lassen sich vor Ort den Tatverlauf erklären.

Münster - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Landesinnenminister Herbert Reul (beide CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) haben am Tag nach der Amokfahrt in Münster mit zwei Toten und rund 20 Verletzten am Tatort der Opfer gedacht. WA-Redakteurin Simone Toure ist live vor Ort.

Die Politiker legten am Kiepenkerl-Bronzedenkmal vor dem Restaurant Großer Kiepenkerl, wo der Täter mit einem Campingbus in die Außengastronomie gerast war, weiße Blumen nieder und beteten für die Opfer. Rund 100 Bürger verfolgten die Zeremonie. 

"Feiges, brutales Verbrechen"

Bundesinnenminister Seehofer sprach von einem "feigen, brutalen Verbrechen". Er sei nach Münster gekommen, um Opfern, Angehörigen und der Stadt die Solidarität der gesamten Bundesregierung zu übermitteln, insbesondere die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die sehr wahrscheinlich von einem Einzeltäter begangene Tat habe einmal mehr gezeigt, dass es absolute Sicherheit nicht gebe. Man werde aber alles Mögliche tun, um solche Verbrechen zu verhindern. 

Alle Infos zur Amokfahrt in unserem Live-Ticker

NRW-Ministerpräsident Laschet sprach von einem schweren Tag für Münster. Er lobte ausdrücklich die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten, aber auch die Besonnenheit der Münsteraner Bürger. Diese hatten in großer Zahl mit Blutspenden und Nachtquartieren ausgeholfen. "Ich wünschte diese besondere Münsteraner Erfahrung, diese Erfahrung aus einer Friedensstadt, hätten auch all jene einmal gemacht, die nach der Tat sofort in sozialen Netzwerken im Internet ihre Hetze verbreitet haben", sagte Laschet. 

Tote und Verletzte in Münster: Was wir wissen - und was nicht

Unmittelbar nach der Amokfahrt hatte es Gerüchte über einen islamistischen Hintergrund der Tat gegeben. "Für die Opfer ist es egal, welcher Religion der Täter angehört", betonte Laschet. "Sie sind an einem Samstag nach Münster gekommen und haben einen lieben Menschen verloren." Der Regierungschef kündigte an, am Montag werde die Opferschutzbeauftragte des Landes NRW, Elisabeth Auchter-Mainz, nach Münster kommen und mit allen betroffen Familien sprechen. 

Amokfahrt in der Innenstadt von Münster - die Bilder des Grauens

NRW-Innenminister Reul lobte die schnelle Hilfe der Münsteraner Polizei. Ein Streifenwagen sei in der Nähe und dann auch schnell am Tatort gewesen. Das zeige, wie wertvoll Polizeipräsenz vor Ort sei. Es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt. Es gebe aber deutliche Hinweise, dafür dass der Täter allein gehandelt habe.

Quelle: wa.de

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