Mutmaßlicher Islamist kaufte Armbrust in Werl

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Symbolfoto

Werl/Lippstadt - Nach der Festnahme eines Islamisten in Lippstadt steht nun fest: Der 21-jährige Mann hat seine Armbrust in einem Waffengeschäft in Werl gekauft. Das hat Sonja Frodermann von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Dortmund bestätigt.

Zunächst hieß es, dass der junge Mann die Armbrust in einem Waffengeschäft in Lippstadt gekauft habe. Das stimme nicht, bestätigt Sonja Frodermann. Die Information sei irrtümlicherweise kommuniziert und verbreitet worden. 

Laut Staatsanwaltschaft hat Islamist Iwan K. in einem Werler Waffengeschäft die Hochleistungsarmbrust für 249 Euro gekauft. Und zwar völlig legal. Denn das Führen einer Armbrust sei erlaubnisfrei, sagt Frodermann. Die dürfe jeder besitzen. Denn trotz der Durchschlagskraft gilt eine Armbrust als Sportgerät und nicht als Waffe. 

Monika Teutenberg vom Waffenfachgeschäft "Teutenberg & Sohn" in Werl bestätigte am Freitag, dass der Mann die Armbrust dort gekauft habe. Auch für die Mitarbeiter im Werler Geschäft ist das ein normales Prozedere. „Es ist ein Sportgerät, das jeder 18-Jährige kaufen kann“, berichtet Teutenberg.

Trotzdem wurde der Staatsschutz auf den Mann aufmerksam. Im Hotelzimmer des 21-Jährigen (die österreichische Kronen-Zeitung sprach am Montag von einer abgelegenen Pension nahe Lippstadt) stießen die Fahnder auf „eine Reihe von Gegenständen, die in Summe zum Bau einer Bombe hätten dienen können“: Das hatte Frodermann bereits am Montag auf Anfrage berichtet. 

Obwohl „konkret kein Sprengstoff“ darunter gewesen sei, sitzt der in Lippstadt aufgewachsene Deutschkasache in Untersuchungshaft. Durch den Kauf aufgeflogen war der Mann bereits am 10. Februar. Er habe unter Beobachtung gestanden, weil es „Erkenntnisse aus anderen Verfahren“ gab, hatte die Staatsanwältin am Montag berichtet, „ohne weiter ins Detail gehen zu können“.

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Quelle: wa.de

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