Mutmaßlicher IS-Dolmetscher in Düsseldorf vor Gericht

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Ein mutmaßlicher Übersetzer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) muss sich von kommendem Mittwoch an in Düsseldorf vor Gericht verantworten.

Düsseldorf - Er wohnte noch bei seinen Eltern und soll von Duisburg aus heimlich als Übersetzer für den Islamischen Staat gearbeitet haben. Von Mittwoch an muss der Gymnasiast in Düsseldorf auf die Anklagebank.

Ein mutmaßlicher Übersetzer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) muss sich von kommendem Mittwoch an in Düsseldorf vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 19-Jährigen aus Duisburg Unterstützung des IS vor. Der Mann war am 14. Juli vergangenen Jahres im Alter von 18 Jahren festgenommen worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Richterin Barbara Havliza werde das Verfahren leiten, teilte das Oberlandesgericht mit. Das Gericht hat zunächst acht Verhandlungstage angesetzt.

Der Angeklagte soll über einen Messengerdienst mit dem aus Österreich stammenden IS-Terroristen Mohamed Mahmoud in Kontakt gestanden haben. Für die Propagandaarbeit des IS soll er neun Texte ins Deutsche und Englische übersetzt und auf Fehler kontrolliert haben. Die Texte seien zumindest teilweise im Internet im IS-Propagandamagazin "Dabiq" veröffentlicht worden.

Der Bundesgerichtshof hat dem Angeklagten eine radikal-islamische Einstellung attestiert. So habe er den Anführer der IS-Miliz, Abu Bakr al-Bagdadi, als "mein Kalif" bezeichnet. Außerdem habe der Gymnasiast versucht, über die Türkei nach Syrien zu gelangen. - dpa

Quelle: wa.de

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