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Münster: Priester wirft Bischof Lettmann unter Eid Übergriffigkeit vor

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Ein Jesuskreuz und brennende Kerzen stehen während des Pontifikalamts zu Weihnachten in der römisch-katholischen Kathedralkirche Sankt Sebastian in Magdeburg.
Ein Jesuskreuz und brennende Kerzen stehen während des Pontifikalamts zu Weihnachten in der römisch-katholischen Kathedralkirche Sankt Sebastian in Magdeburg. © Ronny Hartmann / dpa

Ein Priester erhebt schwere Vorwürfe gegen Bischof Reinhard Lettmann aus Münster. Lettmann soll den Geistlichen auf übergriffige Weise berührt haben.

Münster - Das Bistum Münster (NRW) informiert am Mittwoch (19.1.2022) darüber, dass ein Priester kurz vor Weihnachten 2021 schwere Vorwürfe gegen den 2013 verstorbenen Dr. Reinhard Lettmann, der von 1980 bis 2008 Bischof von Münster war, erhoben hat. Der Priester teilte das dem Interventionsbeauftragen des Bistums Münster, Peter Frings, mit. Es liegt eine eidesstattliche Erklärung vor.

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Münster: Priester wirft Bischof Lettmann unter Eid Übergriffigkeit vor

Der Priester war in den Jahren 1974 bis 1987 im Bistum Münster tätig. Wie es in der Pressemitteilung des Bistums heißt, soll Bischof Lettmann den „damals schon erwachsenen Priester bei einer kurzen persönlichen Begegnung in Münster in grenzverletzender, übergriffiger Weise berührt haben.“

Laut dem Interventionsbeauftragten Peter Frings handelt es sich um den ersten Vorwurf dieser Art gegen den verstorbenen Bischof. „Wir nehmen das ernst und haben den Sachverhalt umgehend den Historikern der Universität Münster vorgelegt“, sagt er. Wissenschaftler der Universität Münster arbeiten derzeit an einer Studie zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bistum Münster.

„Was damals genau passiert ist, werden wir vermutlich nicht mehr aufklären können“, sagt Frings. Konkrete Zeugen konnten nicht namentlich benannt werden. „Die in dieser Zeit bei Bischof Lettmann tätigen Bischofskapläne habe ich befragt; sie konnten zu dem Sachverhalt nichts sagen“, teilt Frings weiter mit.

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