Mord am Dortmund-Ems-Kanal

Grevener ermordet: Polizei sucht Zeugen

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Die Leiche des 44-jährigen Süleyman D. wurde in seinem ausgebrannten Wagen gefunden.

GREVEN/LENGERICH/MÜNSTER - Im Februar wurde am Dortmund-Ems-Kanal in der Gemeinde Schmedehausen die Leiche eines Mannes in einem ausgebrannten Wagen gefunden. Zunächst ging die Polizei von einem Suizid aus mittlerweile deutet aber alles auf einen Mord hin.

Die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizei aus Steinfurt und Münster haben eine gemeinsame Presserklärung zu dem Vorfall rausgegeben und bitten Zeugen sich zu melden.

Laut der Mitteilung wurde am Mittwoch, 18. Februar, gegen 8.25 Uhr, auf einem Wirtschaftsweg parallel zum Dortmund-Ems-Kanal in Höhe des Motocrossgeländes im Bereich der Gemeinde Schmedehausen eine Leich in einem total ausgebrannten Wagen gefunden.

Der Tote konnte später als 44-jähriger Süleymann D. aus Greven identifiziert werden.

Akin A. gilt als Tatverdächtiger im Todesfall am Dortmund-Ems-Kanal.

Zunächst gingen die Ermittler von einem Suizid aus, bei weiteren polizeilichen Ermittlungen konnte jedoch auch ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden, so dass die weitere Bearbeitung des Falles durch eine Mordkommission erfolgte, heißt es weiter. Diese Ermittlungen ergaben, dass der Verstorbene mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer eines Tötungsverbrechens geworden ist.

Die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft sehen den 48-jährigen Akin A. aus Lengerich und den 39-jährigen Zabit T. aus Münster als dringend tatverdächtig an. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Münster am vergangenen Dienstag Haftbefehle gegen beide wegen Mordes erlassen.

Die Beschuldigten bestreiten aber die Tat beziehungsweise eine Tatbeteiligung.

Zur weiteren Aufklärung des Sachverhaltes bitten Mordkommission und Staatsanwaltschaft daher die Bevölkerung um Mithilfe:

Das Foto zeit den Tatverdächtigen Zabit T.

Das Opfer hat am 16. Frebruar (Rosenmontag) gegen 14.45 Uhr eine Bekannte in der LWL-Klinik in Lengerich besucht und diese um 15.17 Uhr verlassen. Einen für 16 Uhr in Osnabrück vereinbarten Banktermin hat er nicht mehr wahrgenommen. Mordkommission und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass sich das Opfer und die beiden Tatverdächtigen noch noch auf dem LWL-Gelände in Lengerich getroffen haben.

Kriminalhauptkommisar Ulrich Bux bittet Zeugen sich zu melden: "Gibt es Zeugen, die das Opfer am Rosenmontag noch nach 15.17 Uhr gesehen haben. Süleyman D. trug zu diesem Zeitpunkt eine schwarze Jacke, eine blaue Jeanshose und helle Cowboystiefel."

Oberstaatsanwalt Heribert Beck erklärt: "Weiterhin werden Zeugen gesucht, die die beiden Tatverdächtigen im Bereich von Lengerich oder auf dem Weg von Lengerich zum späteren Fundort des ausgebrannten Wagens in oder auch ohne Begleitung des Opfers gesehen haben. Dies gilt auch für das Opferfahrzeug, einem älteren dunkelblauen Daimler A-Klasse mit dem Kennzeichen BF - SE 39."

Zeugen werden gebeten sich bei der Polizeiwache Greven unter Telefon 02571/928 44 55 oder der Polizeiwache Lengerich unter Telefon 05481/ 93 37 45 15 zu melden.

Quelle: wa.de

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