Gericht rollt Prozess um Tritt in das Gesicht eines Polizisten auf

DÜSSELDORF/MÖNCHENGLADBACH - Der verheerende Tritt in das Gesicht eines Polizisten in Mönchengladbach wird juristisch neu aufgerollt. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil des Mönchengladbacher Landgerichts aufgehoben und den Fall nach Düsseldorf verwiesen.

Am Dienstag beginnt dort die Neuauflage des Verfahrens. Die Mönchengladbacher Richter hatten den brutalen Tritt als Mordversuch gewertet und mit sieben Jahren und zehn Monaten Haft bestraft. Aus Sicht der Bundesrichter war die Tat aber nicht heimtückisch und somit kein Mordversuch. Ein heute 22-Jähriger hatte einen Beamten angegriffen und ihm mit einem einzigen Tritt das Gesicht zertrümmert.

Polizisten hatten in einem Problemstadtteil in Mönchengladbach einen Verdächtigen festgenommen, als der Angreifer aus einem Haus gerannt kam, um den Festgenommenen zu befreien. Polizisten hatten den wild um sich schlagenden Mann zunächst festhalten können. Er konnte sich aber losreißen und zerschmetterte dem Beamten, der den Verdächtigen am Boden festhielt, das Gesicht.

Nach der Attacke hatten die umstehenden Polizisten ihren völlig entstellten Kollegen nicht wiedererkannt und in seinem Dienstausweis nachschauen müssen. Der Beamte erlitt einen Trümmerbruch der Nase, Jochbeinbrüche, einen Kieferbruch und einen Riss im Schädel. Der vorbestrafte Arbeitslose hatte den Angriff gestanden. - lnw

Quelle: wa.de

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