Lob für beherzte Ersthelfer

Tragischer Badeunfall am Möhnesee: 19-Jähriger stirbt nach Sprung von Brücke

Retter auf dem Möhnesee (Symbolfoto)
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Retter auf dem Möhnesee (Symbolfoto)

Bei einem Badeunfall im Möhnesee ist am Samstagabend ein 19-Jähriger ums Leben gekommen. Die Feuerwehr schildert die Situation als dramatisch - und lobt mutige Ersthelfer.

Möhnesee - Zu dem tragischen Badeunfall kam es am Samstag, 10. Juli, in den Abendstunden am Seepark des Möhnesees in Körbecke. Nach Angaben der Polizei sprang ein 19-Jähriger aus Soest von der Fußgängerbrücke in den Möhnesee. Nach kurzer Zeit konnten Zeugen ihn zunächst nicht mehr an der Wasseroberfläche beobachten. Reanimationsversuche blieben schließlich erfolglos.

Die Situation war laut Christian Böddeker, Leiter der Feuerwehr Möhnesee, dramatisch. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr an der Unglücksstelle eintrafen, hatten beherzte Ersthelfer den 19-Jährigen bereits aus dem Wasser gerettet und Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. Die Rettungskräfte führten diese fort, konnten den Tod des 19-Jährigen aber nicht verhindern.

Tragischer Badeunfall am Möhnesee - Lob und Dank für beherzte Ersthelfer

Böddeker lobte im Gespräch mit unserer Redaktion ausdrücklich das sofortige Eingreifen der Ersthelfer, die ins Wasser gegangen waren, um den Soester an Land zu bringen, und mit den Reanimationsmaßnahmen begannen. Auch weitere Zeugen, die den Notruf mit detaillierter Ortsangabe absetzten und den Rettungskräften den Weg zur Unglücksstelle wiesen, hätten vorbildlich reagiert, betonte der Feuerwehrchef. „Da haben wir eine Solidarität unter Menschen erlebt, die sich vorher gar nicht kannten. Das ist bewundernswert.“

Seelsorger kümmerten sich schließlich um die Ersthelfer und Zeugen, die das tragische Geschehen aus der Nähe miterlebt hatten. Am beliebten Ausflugsziel Möhnesee bekamen laut Böddeker sehr viele Menschen das Unglück mit - darunter auch einige Schaulustige.

Im Einsatz waren 45 Einsatzkräfte aus Günne, Körbecke und Büecke-Wippringsen sowie die DLRG.

Wie es aus der Leitstelle der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion hieß, wurde die Polizei kurz nach 19 Uhr hinzugerufen. Die Ermittlungen zu dem Unfall dauern demnach an. Zu den näheren Umständen liegen noch keine weiteren Informationen vor.

Tragischer Badeunfall am Möhnesee: Retter immer wieder im Einsatz

Der Ruhrverband hatte in den vergangenen Jahren immer wieder davor gewarnt, von den Brücken des Möhnesees zu springen, und sprach dabei von Lebensgefahr.

Im Jahr 2018 ertrank ein Autofahrer im Möhnesee. Die Retter hatten die Hoffnung schnell aufgeben müssen. Nach einem Schwächeanfall beim Schwimmen im Möhnesee starb im Jahr 2017 ein 83-Jähriger.

Hin und wieder passiert es, dass Rettungskräfte an den See gerufen werden und die Alarmierungen nichts Gutes erahnen lassen, sich dann aber alles als Missverständnis herausstellt. Diese Einsätze am Möhnesee lassen sich aus bestimmten Gründen nicht verhindern.

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