Die ganze kuriose Geschichte

Möchtegern-Polizist rast mit Blaulicht durch die Stadt - Polizei erwischt ihn und wird angegriffen

+

Dortmund - Kleine Kinder spielen oft mit Polizeiautos und machen Tatütata dabei. Diese kindlichen Spiele hat jetzt ein besonders "kluges" Kerlchen (Achtung: Ironie!) aus Dortmund versucht in die Realität umzusetzen.  Die gesamte kuriose Geschichte:

Gegen 22.25 Uhr bemerkte eine Polizeistreife am Montag einen VW-Golf, der auf dem Schwanenwall in Dortmund in Richtung Osten fuhr. Auffällig: aufheulender Motor, deutlich überhöhte Geschwindigkeit und die Krönung: ein Blaulicht auf dem Dach. 

Im Einmündungsbereich Geschwister-Scholl-Straße raste das Auto dann über eine rote Ampel, als gäbe es kein Morgen mehr. "Die Möglichkeit, dass es sich dabei um zivile Beamte handeln könnte, wurde aufgrund der Fahrweise und einer kurzen Nachfrage über Funk ad acta gelegt", erklärte die Polizei. Allerdings blieb die Fahndung "zunächst" erfolglos.

Wo die Polizei "ihren Kollegen" erwischten

Am nächsten Abend, 17. April, gingen die Beamten an den einschlägigen "Raser-Treffpunkten" auf die Suche. Im Bereich des Ostwalls wurden die Beamten fündig: Dort stand der VW. Allerdings ohne Blaulicht. Der Halter des Fahrzeugs, ein 24-jähriger Dortmunder, wollte mit der ganzen Sache zunächst nichts zu tun haben und stritt alles ab. Dabei verfing er sich aber immer mehr in Widersprüchen.

In der Zwischenzeit wollte ein Bekannter (20 Jahre/ aus Dortmund) ganz schlau sein und Kratzer auf dem Dach des Golfs wegwischen. Diese stammten augenscheinlich vom dem "Blaulicht", welches vor Ort nicht gefunden werden konnte. Dieser 20-Jährige steigerte sich aber noch, in dem er massiv die Kontrolle der Beamten behinderte und als Höhepunkt einen Beamten tätlich angriff. Die Nacht durfte der Hobby-Feinpolierer im Polizeigewahrsam verbringen. Anzeige folgt.

Staatsanwaltschaft macht kurzen Prozess

Insgesamt wurde die Beweislast durch weitere Ermittlungen gegen den 24-jährigen immer erdrückender. Um die ganze Geschichte abzukürzen erfolgte eine Rücksprache mit der Staatsanwalt. Die Beamten beschlagnahmten das Auto. Der Führerschein wäre auch noch dran gewesen, wenn der Dortmunder ihn denn mitgeführt hätte. Aber das kann man ja im Rahmen der Ermittlungen noch nachholen. Diese dauern an.

Die Polizei eindringlich: "Bei aller Blaulicht Faszination, ganz ohne Spaß: Mit solchen brandgefährlichen Aktionen gefährdet man nicht nur sich selber, sondern auch Unbeteiligte!"

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.