So erlebte der Fahrer des "Feuer(wehr)-Autos" die heiße Fahrt

Brand bei Möbel Roller: Feuerwehr fährt das Feuer einfach davon!

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Günter Overbeck, Fahrer des Wechsellader-Fahrzeugs, auf dem der brennende Container aus dem Gefahrenbereich gefahren wurde, blieb entspannt.

Direkt an der Fassade des Roller-Möbelmarktes in Soest stand in der Nacht zu Samstag ein großer Container in Flammen. Die Feuerwehr Soest reagierte cool: Nach einem ersten Löschangriff luden die Einsatzkräfte den Container auf und fuhren ihn davon.

Soest - In der Nacht zu Samstag hatte um 1.34 Uhr zunächst die Brandmeldeanlage des Roller-Möbelmarktes an der Werler Landstraße in Soest ausgelöst. Noch bevor die Feuerwehr vor Ort war, gab es aus dem Soester Rettungszentrum - das keine 200 Meter von der Einsatzstelle entfernt liegt - um 1.37 Uhr eine Alarmstufenerhöhung: Wegen der enormen Rauchentwicklung konnte ein Großbrand nicht ausgeschlossen werden. 

"Als wir eintrafen, brannte ein Restmüllcontainer auf der Rückseite des Möbelgeschäfts in voller Ausdehnung. In diesem Bereich hatte mit dem ersten Rauch die Sprinkleranlage ausgelöst. Dadurch wurde ein Schaden am Gebäude verhindert", erklärte Einsatzleiter Christoph Blume. 

Auf dem Parkplatz des Rollermarktes wurde der brennende Container abgeladen.


Mit zwei C-Rohren wurden die Flammen fürs erste eingedämmt. Dann rückte eines der Wechsellader-Fahrzeuge der Feuerwehr Soest in den Fokus: Der brennende Container wurde aufgeladen und auf den Parkplatz des Möbelmarktes gefahren. Dort stellten die Flammen keine Gefahr mehr für die Roller-Fassade dar. 

Bis der Container seine endgültige "Lösch-Position" erreicht hatte, bot sich allen Anwesenden ein spektakuläres Bild: Ein großes Feuerwehr-Fahrzeug, dessen Ladung eine große Rauchwolke hinter sich her zog und ein Container auf der Ladefläche, aus dem Flammen schlugen. 

Feuerwehr fährt Feuer davon: Die Fotos zum Brand bei Roller in Soest

Brand bei Möbelhaus Roller in Soest: Feuerwehr fährt das Feuer einfach weg

"Das ist definitiv ungewöhnlich", befand Christoph Blume. Doch einer seiner Männer, der 57-jährige Günter Overbeck, blieb hinterm Steuer des heißesten Feuerwehrautos der Nacht völlig locker: "Klar, es ist schon etwas anderes, wenn man weiß, dass es hinter einem brennt. Aber ich wusste, dass nichts passieren konnte", sagte Overbeck. 

Das bestätigte Christoph Blume: "Durch den Fahrtwind wurden die Flammen nach hinten gedrückt. Für das Fahrzeug bestand keine Gefahr." Und im Ernstfall wäre die Feuerwehr ja schnell zur Stelle gewesen.

Da der Container sich durch die Hitze des Feuers verzogen hatte, mussten die Türen mit einem Spreizer geöffnet werden.


Auf dem Parkplatz angekommen, wurde der brennende Restmüll ausgekippt und gelöscht. Das gestaltete sich zunächst schwierig, weil der Container sich durch die Hitze offenbar so sehr verzogen hatte, dass die Türen sich nicht mehr öffnen ließen. Ein Akku-Spreizer, der sonst bei Verkehrsunfällen genutzt wird, um eingeklemmte Personen zu befreien, löste das Problem jedoch. 

Erst vor drei Monaten gab es einen nahezu identischen Einsatz bei Roller in Soest

Der brennende Restmüll wurde unter Atemschutz gelöscht. Anschließend wurde er ausgekippt und auseinander gezogen: So wurden auch die letzten Glutnester entdeckt und gelöscht.

Nachdem der Container geöffnet war, wurde das Feuer gelöscht. Anschließend wurde der verbrannte Müll ausgekippt und auseinandergezogen, um weitere Glutnester zu entdecken und zu löschen.


Erst vor drei Monaten hatte an gleicher Stelle ein mit gepresster Pappe gefüllter Container in Flammen gestanden. Auch diesen hatte die Feuerwehr zunächst aus dem Gefahrenbereich gefahren und dann gelöscht. Damals ermittelte die Polizei wegen Brandstiftung. Das dürfte auch jetzt die Ursache des Feuers sein.

Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben, sollen sich bei der Polizei Soest unter der Nummer 02921/91000 melden.

Video: Hier hat die Feuerwehr den brennenden Container am Haken

Quelle: wa.de

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