Gastronomie noch geschlossen

Erste Modellregion in NRW: Kreis öffnet behutsam - und nicht in allen Bereichen

Der Kreis Coesfeld ist die erste Modellregion für Corona-Lockerungen in NRW. Die Gastronomie bleibt vorerst noch geschlossen. Welche Bereiche nun öffnen.

Kreis Coesfeld - Die Menschen im Kreis Coesfeld sind die ersten in Nordrhein-Westfalen, die in den Genuss von Lockerungen der Corona-Regeln kommen. Die Öffnungsschritte sind behutsam - Landrat Christian Schulze Pellengahr (CDU) hat seine Mitbürger dazu aufgerufen, Hygieneregeln noch strenger einzuhalten und so zum Gelingen des Modellprojekts beizutragen. (News zum Coronavirus)

LandkreisKreis Coesfeld
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LandratDr. Christian Schulze Pellengahr

Kreis Coesfeld ist NRW-Modellregion: Öffnungen in den Bereichen Kultur und Sport

Kultur und Sport haben Vorrang. Der Kreis Coesfeld hat zunächst für Montag die Öffnung eine Fitness- und Rehastudios in Havixbeck genehmigt. 35 Mitglieder, die sich allesamt mit Ausweis und Luca-App legitimieren müssen, dürfen dort wieder an Kursen teilnehmen. Voraussetzung: Ein aktueller negativer Corona-Test.

Nach und nach werden einzelne Kulturveranstaltungen möglich, Reitsportvereine dürfen ihren Unterrichtsbetrieb aufnehmen, einige Sportvereine wieder trainieren, die Freilichtbühnen in Coesfeld und Billerbeck dürfen proben - und womöglich bald sogar vor Publikum aufführen. In einigen Kommunen des Kreises Coesfeld öffnen sogar die Freibäder. Alle Einrichtungen und Vereine, die an dem Projekt für die Modellregion teilnehmen wollen, mussten ein umfangreiches Hygienekonzept vorlegen.

Den dritten Bereich, die Öffnung der Außengastronomie, haben die Verantwortlichen für das Modellprojekt zunächst ausgeklammert. Der vorläufige Verzicht darauf sei gemeinsam mit den Städten und Gemeinden getroffen worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. „Wir wissen, dass sich viele Menschen nach weiteren Öffnungen, auch im Bereich der Gastronomie sehnen und auch die Gastronomen eine klare Perspektive benötigen“, sagten Landrat Christian Schulze Pellengahr und der Bürgermeistersprecher Wilhelm Sendermann.

Modellregion Kreis Coesfeld: Noch keine Öffnung der Außengastronomie

Das derzeitige Infektionsgeschehen - in NRW ist die Inzidenz am Montag wieder leicht gestiegen - und die rechtlichen Rahmenbedingungen erschwerten aber eine schnelle Lockerung in diesem Bereich. Die schrittweise Öffnung der Außengastronomie bleibe weiter im Fokus des Kreises und der Kommunen. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“ Mit den gegebenen Möglichkeiten müsse sehr verantwortungsbewusst umgegangen werden, denn der Infektionsschutz habe weiterhin oberste Priorität.

Um die Teilnahme an Modellprojekten hatten sich kurz vor dem erneuten Lockdown zahlreiche Kommunen beworben - 14 haben eine Zusage erhalten. Aber nur der Kreis Coesfeld hat die Sieben-Tage-Inzidenz so lange stabil unter 100 halten können, dass dort tatsächlich Lockerungen greifen können.

Kreis Coesfeld Modellregion in NRW: Digitale Lösungen für Kontaknachverfolgung

Bestandteile des Konzeptes sind digitale Lösungen für die Anmelde- und Registrierungsverfahren. Das Ziel ist eine zügige Kontaktnachverfolgung, sollte es zu einer Infektion kommen.

Die Allgemeinverfügung des Kreises Coesfeld, die rechtliche Grundlage der Projektdurchführung ist, enthält auch klare Abbruchkriterien. Sie gehen sogar über die Vorgaben des Landes NRW hinaus. Das Gesundheitsamt könne jederzeit eine Unterbrechung verlangen, sagte Landrat Schulze Pellengahr.

Die Entscheidung über die Öffnungen übrigens trifft nicht der Kreis, sondern jede einzelne Kommune für sich. „Wir haben den Rahmen gesteckt. Die Städte und Gemeinden vor Ort haben aber natürlich das letzte Wort“, so der Landrat. Die Vorgabe des Landes: Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 darf gelockert werden.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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