Viele Bewerber

Modellkommunen in NRW: Städte und Kreise gehen mit diesen Projekten an den Start

Auch wenn aufgrund der hohen Corona-Zahlen der Bundes-Lockdown droht: Das sind die Städte und Kreise für die Modellkommunen in NRW und ihre Projekte.

  • Während im Märkischen Kreis die Ausgangssperre ausgerufen wurde, können andere Städte und Kreise auf Lockerungen hoffen.
  • NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat am Freitag die Entscheidung zu den Modellkommunen bekanntgegeben.
  • 46 Städte und Kreise haben sich beworben. (News zum Coronavirus)

Update vom 9. April, 15.52 Uhr: Das Land hat jetzt veröffentlicht, welche Öffnungen in den jeweiligen Modellkommunen geplant sind. Einzelheiten werden noch festgelegt und im Detail besprochen. Im Biergarten sitzen, ins Kino gehen, Außengastronomie und Sport wie Schwimmen könnte bald wieder möglich sein.

Hier ein Überblick für die Modellstädte- und Kreise der Phase 1 (ab 19. April):

  • Ahaus: Öffnungen im Einzelhandel und der Außengastronomie in abgrenzbaren Bereichen der Innenstadt mit digitalen Einlasskontrollen
  • Kreis Coesfeld: Projekte in den Bereichen Sport, Kultur und Außengastronomie
  • Kreis Warendorf: Projekte im Einzelhandel und Kinder- und Jugendeinrichtungen
  • Stadt Münster: Konzepte für Veranstaltungen mit Zuschauern in Sport und Kultur, ein digitaler Biergarten soll entstehen
  • Kreis und Stadt Paderborn: Pilotprojekte im Leistungs- und Amateursport, daran beteiligt sich öffentlich Bäder und ein Fitnesscenter.
  • Kreis Soest mit Soest: Außengastronomie in der Stadtmitte soll öffnen mit einheitlichem digitalen Test-Zertifikat.

Weitere Modellkommunen starten ab dem 26. April und sollen von den Erfahrungen in den Modellstädten der ersten Phase profitieren.

Hier ein Überblick für die Modellstädte- und Kreise der Phase 2 (ab 26. April):

  • Kreis Düren: Touristische und kulturelle Projekte sind geplant, darunter die Öffnung eines Feriendorfs sowie eines Kinos
  • Stadt Essen: Fünf Gastronomie-Veranstaltungen sollen durchgeführt werden ebenso soll ein Fitnessstudio geöffnet werden
  • Stadt Hamm: Projekte im Bereich Einzelhandel und Kultur mit klar abgrenzbaren Räumen.
  • Stadt Köln: Modellprojekte für eine Ladenstraße, eine Eventlocation, eine Kultureinrichtung und eine Sportstätte.
  • Stadt Krefeld: Sport- und Theater-Testbetriebe sind geplant. Beim Sport liegt der Fokus im Bereich Eishockey und Schwimmen.
  • Stadt Lennestadt: Durchführung einer Open-Air-Veranstaltung und zwar des Elspe-Festivals (Karl-May-Festspiele)
  • Stadt Siegen: Fünf öffentliche Bäder sollen für Vereinssprt und Freizeit geöffnet werden.
  • Hochsauerlandkreis (Schmallenberg und Winterberg): Modellprojekte im Bereich Tourismus und Outdoor-Aktivitäten, Konzepte für den kontaktarmen Urlaub in Ferienwohnungen, Hotels und auf Campingplätzen sowie für Kultur- und Sport-Angebote sollen getestet werden.

Modellkommunen in NRW: Stadt Soest will Außengastronomie öffnen

Update vom 9. April, 11.49 Uhr: Die Stadt Soest hat bekannt gegeben, dass Menschen mit negativem Corona-Test ab dem 19. April nicht nur den Einzelhandel, sondern auch die Außengastronomie innerhalb der Soester Wälle nutzen können. Es werden zusätzliche Testzentren in der Innenstadt eingerichtet.

Update vom 9. April, 11.15 Uhr: Der Start für die Modellkommunen soll ab dem 19. April für die erste Staffel (unter anderem mit Soest und dem Kreis Warendorf) sein. Die zweite Staffel (mit Hamm und Winterberg) soll am 26. April starten. Ursprünglich war der Projektstart nach Ostern geplant. Voraussetzung für alle ist, dass die Inzidenz zu Beginn des Projekts unter 100 sind.

Modellkommunen in NRW: In der ersten Gruppe sind folgende Städte und Kreise:

Folgende Kreise und Städte sind in der zweiten Staffel der Modellkommunen:

  • Stadt Essen
  • Stadt Hamm
  • Stadt Siegen
  • Hochsauerlandkreis mit den Städten Schmallenberg und Winterberg
  • Kreis Düren
  • Stadt Köln
  • Stadt Krefeld
  • Stadt Lennestadt

Update vom 9. April, 11.08 Uhr: Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart äußert sich jetzt zur Zukunft der Modellkommunen. Noch hat er keine Entscheidung verkündet. „Die Resonanz der Kommunen in Nordrhein-Westfalen hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Pinkwart. Er bedankt sich bei allen Beteiligten, 46 Bewerbungen habe es gegeben. Es gibt nicht nur sechs bis acht Modellkommunen, sondern zwei Staffeln mit zunächst sechs und danach noch einmal acht Kommunen.

Ursprungsmeldung: Modellkommunen in NRW - Entscheidung fällt heute

Hamm - Das Land NRW will am Freitag die Entscheidung über die Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen bekannt geben. Zunächst war diese für Donnerstag angesetzt. Einerseits haben sich 26 Kreise und 20 Städte beworben, um Lockerungen trotz des Corona-Lockdowns erlauben zu können und digitale Möglichkeiten zu testen. Doch andererseits möchte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einen strengeren, kurzen Lockdown. Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt sich für weitere Beschränkungen ein.

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Modellkommunen in NRW: Land will Entscheidung treffen - Bundes-Lockdown droht

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) will sich am Freitag um 11 Uhr zur aktuellen Entscheidung zu den der Modellkommunen äußern. Zunächst war eine Entscheidung für Donnerstag angekündigt worden.

Den ausgewählten Modellkommunen soll erlaubt werden, das öffentliche Leben zumindest teilweise wieder hochzufahren. Beworben haben sich unter anderem Hamm* und Soest*um eine Teilnahme. Auch Köln und Düsseldorf hoffen auf eine Zusage, berichtet 24RHEIN*. Insgesamt sollen von den 46 Bewerbern sechs bis acht Städte und Kreise in verschiedenen Ecken von NRW ausgewählt werden.

Derweilen steigt jedoch die Zahl der Hotspots in NRW, die Corona-Notbremse wird in immer mehr Orten angewandt. Absoluter Spitzenreiter bei den Corona-Zahlen bleibt der Märkische Kreis*. Am Donnerstag, 8. April, wurden allein hier 230 Neuinfektionen gemeldet.

Bundesweiter Lockdown - gibt es trotzdem Hoffnung für Modellkommunen?

Armin Laschet stellte nach Ostern die Forderung nach einem Brücken-Lockdown auf: Der CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident erntete für den Vorschlag zwar viel Kritik, aber auch Zustimmung. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützte die Forderung nach einem deutschlandweiten härteren Lockdown, um dem Endlos-Teufelskreis der dritten Welle zu entkommen. Und auch Angela Merkel machte sich für einen bundesweiten Lockdown stark. Die Kanzlerin möchte mehreren Medienberichten zufolge mit einem neuen Infektionsschutzgesetz mehr Entscheidungsgewalt in der Corona-Krise für den Bund schaffen.

Mit Blick auf diese Entwicklung wirkt das Projekt Modellkommunen mit Öffnungen für Sport, Freizeit, Kultur und Außengastronomie ambivalent. Jedoch sind die Modellprojekte von NRW an strenge Kriterien gebunden und sollen etwa die digitale Nachverfolgung von Kontakten und weitere digitale Konzepte zur Pandemie-Bekämpfung weiterbringen. Dafür sollen die Modellkommunen Corona-Registrierungs-Apps benutzen müssen.

Abbruch des Projekts: So sollen Modellkommunen handeln, wenn die Zahlen steigen

Sollten die Corona-Zahlen in den entsprechenden Kreisen und Städten zu sehr steigen, droht der Abbruch des Projekts. Ebenfalls werden die Modellkommunen von Wissenschaftlern begleiten, die das Projekt auch abbrechen können. Die Finanzierung liegt bei den teilnehmenden Städten und Gemeinden.

Eins der ersten Corona-Modellprojekte war Tübingen. Hier steigen die Zahlen ebenfalls in der dritten Welle, die Stadt in Baden-Württemberg bleibt jedoch bei ihrem Konzept und lässt gewisse Öffnungen für all jene zu, die einen negativen Corona-Test vorweisen können. *wa.de, soester-anzeiger.de, come-on.de und 24RHEIN sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare