Minister Remmel lobt Bürger für Gewässer-Renaturierung

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ESLOHE - Für die Renaturierung von Bächen und Flüssen hat NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) um mehr bürgerschaftliches Engagement geworben.

"Die öffentliche Hand kann nicht allein das wieder herstellen, was in den vergangenen Jahrzehnten verformt wurde", sagte er am Samstag bei der Vorstellung von Vorzeige-Projekten in Eslohe im Hochsauerlandkreis. "Aus toten Gewässern werden hier wieder lebendige Gewässer gemacht", so Remmel.

Im Rahmen der Regionale 2013 sind in Südwestfalen an 62 Quellen, Bächen oder Flüssen Schulen, Vereine oder Initiativen aktiv geworden. Sie befreiten Gewässer aus Betonbetten, legten Quellen frei oder schufen Überflutungsflächen am Ufer. Insgesamt wurde so nach Auskunft von Joachim Drüke von der Bezirksregierung Arnsberg mit rund einer halben Million Euro Fördermittel ein Kilometer Fließgewässer wieder in einen natürlichen Zustand versetzt.

Remmel sagte, dass die EU-Wasserrahmenrichtlinie ohne diese vielen kleinen Projekte nicht umgesetzt werden könne. "Südwestfalen ist hier Modellregion." Mit vielen helfenden Händen und wenig Geld werde hier vieles bewegt. "Das Wasser steht uns bis zum Hals", sagte der Minister im Hinblick auf die Überflutungen nach den Starkregen-Fällen der vergangenen Jahre.

Die meisten der Projekte, die auch dem Hochwasserschutz dienen, wären ohne das Ehrenamt nicht zustande gekommen, sagte Drüke. Häufig seien die Behörden dabei mehr als Berater gefordert denn als Geldgeber. "Es gibt auch viele Null-Euro-Projekte, wenn mit einer Schubkarre Steine aus der Uferbefestigung weggefahren werden und das Hochwasser dann den Rest macht."

An Geld für den Hochwasserschutz und die Renaturierung von Flüssen und Bächen mangele es aber nicht, sagte Drüke. Insgesamt sollen bis 2027 in NRW 2,2 Milliarden Euro in die Umsetzung der Wasserrahmen-Richtlinie investiert werden. - lnw

Quelle: wa.de

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