Löscharbeiten seit Nacht zu Samstag

Millionenschaden bei Großbrand in Sendenhorst

[UPDATE 14 Uhr] SENDENHORST - Bei einem Großbrand in den Hallen einer landwirtschaftlichen Warengenossenschaft in Sendenhorst ist in der Nacht zum Samstag ein Millionenschaden entstanden. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Heinz Linnemann, teilte mit, dass immer wieder Glutnester aufflammen, besonders an den Stellen, an denen Getreide gelagert war.

Teile der Gebäude müssen zudem gesichert werden. Größere Teile drohen aus der Höhe hinunterzustürzen. Die Arbeiten dürften bis in die Abendstunden andauern. Bei den Löscharbeiten wurden ein Feuerwehrmann leicht verletzt, als er in eine Grube stürzte. Die Brandursache ist nicht bekannt.

Eine Rauchwolke zieht weiter in nördliche Richtungen ab. Die Konzentration der Stoffe ist nach Angaben der Feuerwehr nicht gefährlich. Dennoch empfiehlt die Feuerwehr, vor allem wegen der Geruchsbelästigung, weiter Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Brand zerstörte vor allem eine etwa 20 mal 50 Meter große Halle. Direkt angebaute weitere Gebäude und Silos wurden in Mitleidenschaft gezogen. In der Halle stand ein Sattelzug mit Silo-Aufbau, der ein Raub der Flammen wurde.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zu diesem Zweck wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt, mit dessen Hilfe Luftaufnahmen gefertigt wurden. Die Brandstelle selbst könne erst nach Abschluss der Löscharbeiten betreten und untersucht werden, meldet die Polizei. Der entstandene Sachschaden wurde vorläufig auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt. Der Wert allein der gelagerten Dinge wurde auf eine Million Euro geschätzt. Nach ersten Angaben des Geschäftsführers der Genossenschaft waren in den Hallen und angrenzenden Silos große Mengen flüssigen und festen Düngers, Getreide und Pfanzenöl gelagert.

Gegen 0.50 Uhr gingen mehrere Notrufe bei Feuerwehr und Polizei ein. Bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte brannte der Lagerkomplex bereits in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr setzte mindestens sechs Löschzüge, einen ABC-Zug und ein Meßfahrzeug des Landesumweltamtes ein. Ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt, um die Größe und Richtung der Rauchwolke einzuschätzen.

Während der Löscharbeiten wurde gegen 3 Uhr gemeldet, dass in einer benachbarten Kleingartenanlage vier Lauben brennen. Möglicherweise wurden diese Brände durch Funkenflug ausgelöst. Die Feuerwehr richtete eine zweite Einsatzstelle ein und löschte diese Feuer. - WA

Quelle: wa.de

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