Interaktive NRW-Karte klärt auf

Verkehrslärm schadet: Hier prüfen Sie Ihre Belastung! 

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Busse, Lkw und Baustellen erhöhen den Verkehrslärm in Innenstädten. Dies wird am Beispiel Wuppertal sichtbar (siehe Grafik unten).

DÜSSELDORF - Rund 1,4 Millionen Menschen in NRW sind gesundheitsschädlichem Verkehrslärm ausgesetzt. Auf einer interaktiven Karte ist nachvollziehbar, wo die Lärmbelästigung besonders intensiv ist. Sind Sie persönlich betroffen? Hier können Sie es überprüfen.

Die Landesregierung setzt im Kampf gegen Verkehrslärm auf Hilfe vom Bund und auf Selbsthilfe von "Aktionsbündnissen". Das geht aus der am Dienstag vom Kabinett beschlossenen "Lärmminderungsstrategie" hervor.

Gut zu wissen

Auf dieser Internetseite zum Thema Umgebungslärm des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) können Sie direkt überprüfen, ob Sie persönlich stark von Verkehrslärm betroffen sind.

Geben Sie einfach Ihre Wohnanschrift ein und sehen Sie direkt, wie stark die Belastung (Angaben in Dezibel) für Sie im 24-Stunden-Mittel und nachts ist.

Zur interaktiven Karte

"Etwa drei Viertel der von Lärm betroffenen Menschen leben an kommunalen Straßen", teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit. Lärmschutzmaßnahmen kosteten etwa 500 Millionen Euro. Dafür hätten viele klamme Kommunen aber kein Geld.

Förderprogramm

Deswegen werde NRW eine Gesetzesinitiative für ein Finanzierungsprogramm in den Bundesrat einbringen. Der Bund solle den Lärmschutz für die Kommunen fördern.

So sieht die Lärmkarte (24-Stunden-Pegel) für Bereich Wuppertal-Mitte aus (hier klicken zum Vergrößern).

Außerdem müssten die bundesweiten Grenzwerte und rechtlichen Regelungen für Lärmschutzmaßnahmen verschärft werden. Immerhin gehe die Europäische Umweltagentur davon aus, dass Umgebungslärm jährlich in etwa 10.000 Fällen in Europa Ursache für einen vorzeitigen Tod sei.

Konzepte für besseren Lärmschutz erarbeiten

Die Landesregierung will außerdem das freiwillige Aktionsbündnis "NRW wird leiser" stärken. Die vom NRW-Umweltministerium angestoßene Initiative hat kommunale Verbände, Wirtschaft, Behörden und Bürgerinitiativen an einen Tisch gebracht, um Konzepte für besseren Lärmschutz zu erarbeiten. - dpa

Quelle: wa.de

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