Mieten und Wohnungspreise in NRW steigen

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DÜSSELDORF - Das Wohnen in Nordrhein-Westfalen wird teurer. Im vergangenen Jahr erhöhte sich bei Neuvermietungen an Rhein und Ruhr die durchschnittlich verlangte Kaltmiete um 5,6 Prozent auf durchschnittlich 6,05 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Eigentumswohnungen verteuerten sich durchschnittlich um 9 Prozent. Das geht aus dem am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichten "LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2013" hervor.

Die teuersten Städte für Mieter sind in Nordrhein-Westfalen weiterhin Köln und Düsseldorf, wo inzwischen bei Neuvermietungen der Studie zufolge durchschnittlich neun Euro oder mehr je Quadratmeter verlangt werden. Am Billigsten wohnt es sich im Kreis Höxter im Weserbergland, mit gerade einmal 4,14 Euro je Quadratmeter. Sinkende Mieten sind in Nordrhein-Westfalen die große Ausnahme. Nur in zwei der 54 untersuchten Städte und Landkreise - in Bottrop und im Kreis Höxter - gab es leichte Mietrückgänge.

Besonders stark war der Mietanstieg der Studie zufolge bei hochwertigen Wohnungen in guten Lagen mit einem Plus von 15,3 Prozent. Doch auch Wohnraum der unteren Preisklasse verteuerte sich um 3,3 Prozent. Durchschnittlich müssen die Haushalte der Studie zufolge damit inzwischen 18,9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Miete und Nebenkosten ausgeben. Vor einem Jahr waren es 18 Prozent.

Vor allem in den Städten der Rheinschiene und an den Hochschulstandorten wie Münster oder Bonn sind freie Mietwohnungen inzwischen Mangelware. Die Leerstandsquoten liegen hier unter zwei Prozent.

Noch stärker als die Mieten stiegen aber im vergangenen Jahr die Preise für Eigentumswohnungen. Mit durchschnittlich 1353 Euro je Quadratmeter lagen sie um neun Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders gefragt bei den Käufern waren Wohnungen der unteren Preisklasse. Hier stiegen die Preise sogar um satte 22,9 Prozent.

Hochwertige Wohnungen in guten Lagen verteuerten sich dagegen "nur" um 13,8 Prozent. Ein Ende des Preisanstiegs bei Miet- und Eigentumswohnungen ist nach Einschätzung von LEG-Chef Thomas Hegel nicht in Sicht. Doch erwartet der Marktkenner zumindest eine Abflachung des Preisanstiegs.

Zugenommen hat angesichts der Marktentwicklung die Neubautätigkeit in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt seien 2012 fast 40 000 neue Wohnungen genehmigt worden. Das seien 1167 mehr als im Vorjahr. Das Gros der Bauprojekte verteilt sich allerdings auf die Wachstumsregionen Köln, Düsseldorf und Bonn. Überwiegend handele es sich bei den Neubauten aber um Eigentumswohnungen. Neue Mietwohnungen hätten in den Großstädten Nordrhein-Westfalens derzeit Seltenheitswert, heißt es in der Untersuchung.

Für die Studie hatte das private Wohnungsunternehmen LEG in Kooperation mit dem Immobilienberatungsunternehmen CBRE knapp 360 000 Mietangebote und mehr als 130 000 Kaufangebote ausgewertet. Die LEG zählt mit 94 000 Wohnungen zu den größten privaten Vermietern des Landes. - dpa

Quelle: wa.de

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