Marsching will wieder NRW-Chef der Piraten werden

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Der Ex-Piraten-Vorsitzender Michele Marsching will wieder kandidieren.

DÜSSELDORF - Als die NRW-Piraten noch im Aufwind waren, hieß ihr Landesvorsitzender Michele Marsching. Jetzt will der Landtagsabgeordnete auf diesen Posten zurück und seiner Partei aus der Krise helfen.

Der ehemalige Vorsitzende der NRW-Piraten, Michele Marsching, will zum zweiten Mal Landeschef seiner Partei werden. "Wenn am 27. und 28. April die Mitglieder der Piratenpartei Nordrhein-Westfalen über ihren neuen Vorstand abstimmen, wird mein Name auf dem Stimmzettel stehen", kündigte er am Dienstag in einer Mitteilung an. Marsching will seiner Partei mit der Kandidatur aus der Krise helfen.

"Immerhin hatte ich diesen Posten bereits anderthalb Jahre lang inne und weiß, worauf es ankommt: Kritikfähigkeit, klare Visionen, die Fähigkeit, die Ziele der Partei zu vermitteln sowie die Einbindung und Motivation jedes einzelnen Mitglieds", erklärte der 34-Jährige. Er sehe "akuten Handlungsbedarf" beim Landesvorstand.

Der Parteivorstand war zuletzt in die Kritik geraten, weil er ein Gutachten zurückgehalten hatte, das die im Januar beschlossene Kandidatenliste der NRW-Piraten für die Bundestagswahl als rechtswidrig einstuft. Parteichef Sven Sladek, Schatzmeisterin Stephanie Nöther und Geschäftsführer Alexander Reintzsch hatten darauf angekündigt, ihre erneute Kandidatur zurückzuziehen.

Auf den Internetseiten der NRW-Piraten sind außer Marsching derzeit der 63 Jahre alte Hartmut Klein aus Gelsenkirchen und die Reiseverkehrskauffrau Andrea Deckelmann als Kandidaten für den Landesvorsitz vorgeschlagen. Theoretisch kann sich jeder NRW-Pirat für den Landesvorsitz bewerben und auch noch spontan beim Parteitag in Bottrop antreten.

Marsching hatte auch eine Kandidatur als Fraktionschef der nordrhein-westfälischen Piraten erwogen. Dafür stehe er nun nicht zur Verfügung. Damit ist der aktuelle Fraktionschef Joachim Paul bislang der einzige Anwärter für den Posten, über den Anfang Juni neu entschieden werden soll. - dpa

Quelle: wa.de

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