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Metalldieben auf der Spur: Polizei durchleuchtet Handel

KÖLN/MÄRKISCHER KREIS - Mit groß angelegten Kontrollen will die Polizei in Nordrhein-Westfalen in diesen Tagen Metalldieben auf die Schliche kommen. Kölner Ermittler nahmen am Montag unter anderem einen verdächtigen Metallhandel unter die Lupe.

Dieser nehme Altmetall unkontrolliert an. Der Handel habe sich so bei Schrottsammlern als "Ablageort von gesammelter, erbettelter aber auch gestohlener Ware" etabliert, hieß es. Gegen den Besitzer sei bereits mehrfach wegen des Verdachts auf Hehlerei und Umweltstraftaten ermittelt worden. Die Aktion ist Teil eines europaweiten Einsatzes gegen Metalldiebe, der noch bis Dienstag läuft. Europol erhoffe sich davon etwa, Täter auf frischer Tat zu schnappen und Transportrouten herauszufinden, berichtete die Kölner Polizei. Mehrere NRW-Behörden etwa im Märkischen Kreis und im Kreis Siegen-Wittgenstein beteiligten sich an der Aktion.

In Köln fingen die Beamten auch Fahrzeuge von Anlieferern ab. Bis zum Nachmittag zogen die Beamten mehrere Fahrzeuge aus dem Verkehr und stellten Verstöße gegen das Abfallwirtschaftsgesetz fest, wie ein Sprecher sagte. Die Polizei im Märkischen Kreis überprüfte am Montag Schrotthändler, stieß aber bis zum frühen Nachmittag nicht auf Diebesgut. Die dortigen Ermittler hatten eine Extra-Kommission gebildet, weil sich die Metalldiebstähle im Kreis gehäuft hatten.

Erst am Wochenende waren Einbrecher auf frischer Tat ertappt worden, die aus einer Elektrofirma in Emsdetten Kupferkabel mitgehen lassen wollten. Die Bande entkam zwar zunächst, eine Streife stoppte ein Auto mit fünf Verdächtigen aber schließlich in Dortmund. Sie sollten am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. - lnw

Quelle: wa.de

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