IG Metall in NRW rufen zu Warnstreiks auf

DÜSSELDORF - In der Metall- und Elektroindustrie in NRW wird es nach dem Ende der Friedenspflicht ernst: Nach dem Maifeiertag beginnen Warnstreiks in einem der größten Tarifbezirke in Deutschland.

Mit Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall in Nordrhein-Westfalen gleich nach dem Maifeiertag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft kündigte am Freitag in Düsseldorf Arbeitsniederlegungen am 2. Mai an. „Die Arbeitgeber reagieren nicht auf unsere guten Argumente. Jetzt gibt es eine klare eine Antwort, und die heißt Warnstreik“, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard. Für die rund 700 000 Beschäftigte der Branche fordert die Gewerkschaft Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent. Darüber hinaus will sie eine unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Leiharbeit durchsetzen. Bei der vierten Verhandlungsrunde hatte der Arbeitgeberverband Metall NRW eine Anhebung der Gehälter von 3 Prozent geboten, die übrigen Forderungen aber weitgehend abgelehnt. Auf den Aufruf der IG Metall zu Warnstreiks hatten die Arbeitgeber bereits vor wenigen Tagen mit Unverständnis reagiert.

Die Gewerkschaft vergebe die Chance, in sachgerechter Atmosphäre die Verhandlungen fortzuführen. Für den 11. Mai wurde in NRW eine weitere Tarifrunde angesetzt. Die Warnstreiks in NRW sollen zunächst bis zum 9. Mai in allen Teilen des Landes stattfinden. Düsseldorf beginnt am 2. Mai mit einer Nachtaktion und Kundgebung der Beschäftigten der Frühschicht des Sprinter-Werks von Daimler. Der Warnstreik startet um vier Uhr morgens. Dort will Bezirksleiter Burkhard zu den Streikenden sprechen. In Lohmar soll eine weitere Kundgebung und Sternmarsch der Beschäftigten stattfinden. Weitere Warnstreiks werde es in Königswinter, Bad Honnef und Eitorf geben. - dpa

Quelle: wa.de

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