"Merkel-Tanne" gefällt - Abtransport mit Hindernissen

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Düsseldorf - Sie ist besonders gerade gewachsen und zwölf Meter hoch: Eine Rotfichte aus Düsseldorf soll bald das Kanzleramt schmücken. Am Dienstag wurde der Baum aus dem Wald geholt - mit Mühe.

Der zwölf Meter hohe Weihnachtsbaum für das Kanzleramt ist in Düsseldorf unter erschwerten Umständen gefällt und abtransportiert worden. Nur mit Schwierigkeiten und verspätet konnte der 1,5 Tonnen schwere Baum am Dienstag auf einen Tieflader verladen werden. Wegen starker Regenfälle in der Nacht blieb der Kranwagen zunächst im aufgeweichten Boden stecken. Beim Versuch, ihn aus dem Morast zu ziehen, riss dann ein Stahlseil.

In einer der kommenden Nächte soll der Baum als Schwertransport nach Berlin gebracht und am Samstagmorgen dort aufgestellt werden. Die prächtige Rotfichte war in 27 Jahren zu einem imposanten und bemerkenswert geraden Baum mit dichtem Nadelkleid herangewachsen.

Nicht jedem gefiel die Baumfällaktion, auch wenn Proteste am Dienstag ausblieben. Baumschützer hatten der Bundeskanzlerin nahegelegt, einen Weihnachtsbaum mit Wurzel einzupflanzen, statt einen abgesägten aufzustellen. Doch ein Kanzleramtsmitarbeiter hatte dies in Merkels Auftrag abgelehnt: Der Baum stamme aus nachhaltig bewirtschafteten deutschen Wäldern und werde nach der Weihnachtszeit "der Verwertung zugeführt".

Für den Fall, dass Baumschützer die Fichte unbrauchbar gemacht hätten, oder die Fällaktion völlig aus dem Ruder gelaufen wäre, war vorgesorgt: "Falls irgendetwas schiefgehen sollte, halten wir einen Ersatzbaum vor, der ebenfalls schon ausgesucht ist", hatte Revierförster Klaus Weinem verraten.

Jedes Jahr stiftet ein anderes Bundesland den Christbaum für die Kanzlerin. 2014 ließ eine 15 Meter hohe Küstentanne von der Mecklenburgischen Seenplatte die Machtzentrale in Berlin erstrahlen. NRW lieferte zuletzt vor 13 Jahren einen Baum. - dpa

Quelle: wa.de

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