Würdigung der NRW-Talentschulen

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Berlin/Düsseldorf - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das NRW-Modell der Talentschulen als Möglichkeit zur Verbesserung der Chancengleichheit im Bildungssystem gewürdigt.

"Ich finde dieses Programm des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen beispielhaft", sagte die CDU-Politikerin am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft.

Sie machte deutlich, dass die Chancengerechtigkeit in Deutschland aus ihrer Sicht weiterhin unzureichend ist und verbessert werden muss. "Leider gibt es immer noch einen sehr starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolgen. Wir sehen das insbesondere bei Schülerinnen und Schülern, die aus sozial schwierigen Regionen kommen."

Merkel nannte insbesondere Regionen mit sehr hoher Arbeitslosigkeit und einem hohen Migrantenanteil und betonte: "Chancengerechtigkeit für alle, das ist unser großes Ziel." Die 35 Talentschulen in NRW lägen gerade in solchen sozial schwierigen Gebieten. "Und diese Schüler bekommen eine besondere Förderung im Bereich der Sprache, im Bereich der kulturellen Bildung und auch der Berufsorientierung."

Laut Kanzlerin wurden auf dem Weg zu mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem bereits Erfolge erzielt. So habe sich die Lesekompetenz von Schülern mit Migrationshintergrund in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Und immer mehr Kinder mit einem Migrationshintergrund besuchten ein Gymnasium.

Bildung sei zwar in erster Linie Ländersache. Die Bundesregierung unterstütze aber systematisch bestimmte Bereiche. "So zum Beispiel die Sprachförderung, weil Sprache das A und O ist bei der Frage, wie kann ich an einem gesellschaftlichen Leben teilhaben und wie erfolgreich kann ich lernen." Daher gebe der Bund bis 2020 für Sprachförderung an Kitas 1 Milliarde Euro aus. Weitere 5,5 Milliarden steuere er in den kommenden Jahren über das Gute-Kita-Gesetz bei, das bei der Betreuung der Kinder - auch der sprachlichen - ansetze.

Quelle: wa.de

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