49 Menschen ertrinken 2014 bei Unfällen in NRW

DÜSSELDORF - Krankheit, Übermut, Alkohol - wieder ertranken Dutzende in den Gewässern Nordrhein-Westfalens. Traurige Bilanz der Lebensretter, die nicht jedem helfen können.

In Flüssen und Seen Nordrhein-Westfalens sind im vergangenen Jahr wieder 49 Menschen ertrunken - nur einer weniger als 2013. Das teilte die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bad Nenndorf am Donnerstag mit. Mehr Menschen ertranken 2014 lediglich in Bayern und Baden-Württemberg.

Bundesweit verzeichnete die DLRG einen deutlichen Rückgang der tödlichen Unfälle im Wasser: 392 Menschen starben 2014 - das waren 54 weniger als im Jahr zuvor. Es ist die zweitniedrigste Zahl an Ertrunkenen überhaupt seit Bestehen der DLRG-Statistik.

Die Mehrzahl der tödlichen Unfälle gab es in NRW erneut an Seen und Flüssen. "Die meisten Uferzonen von Flüssen und Seen sind unbewacht, damit steigt das Risiko für Badegäste und Wassersportler erheblich an", sagte DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje.

Fast die Hälfte der tödlich Verunglückten in NRW hatte das 50. Lebensjahr bereits vollendet. Auch deutschlandweit waren 53,4 Prozent der Ertrunkenen älter als 50 Jahre. Die Älteren hätten oft schlechter Schwimmen gelernt und überschätzten ihre Leistungsfähigkeit, sagte Hatje. Übermut, ein falsch verstandenes Fitnessdenken und unerkannte Herz-Kreislaufprobleme führten zu Unfällen.

39 der Ertrunkenen waren Männer, vier Fünftel also, genauso wie bundesweit. Gründe dafür, dass viel mehr Männer als Frauen ertrinken, seien oft Leichtsinn, Übermut, eine erhöhte Risikobereitschaft und Alkohol, meint die DLRG. - lnw

Quelle: wa.de

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