Rote Karte für Gewalttäter

2014 mehr Übergriffe auf Bahn-Mitarbeiter in NRW

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[UPDATE 16.50 Uhr] NRW - Licht und Schatten in Sachen Sicherheit bei der Bahn: Kontrolleure und Security-Leute melden mehr Übergriffe und Schmierereien. Aber Fahrkartenautomaten wurden weniger aufgebrochen: Es liegt weniger Bares drin, und eine Farbpatrone macht das Geld wertlos.

Nach einer Zunahme tätlicher Angriffen auf Bahnmitarbeiter will die Deutsche Bahn strikter gegen Gewalttäter in den Zügen vorgehen. Die von Mitarbeitern gemeldeten Übergriffe hätten im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent auf 280 zugenommen, teilte die Bahn am Donnerstag in Düsseldorf mit. "Wer eine Gefahr für andere Menschen darstellt, erhält ein Hausverbot und einen Beförderungsausschluss", erklärte Oliver Wisser, Sicherheitschef der Bahn in NRW.

Laut Bahn wurden meist Fahrkartenkontrolleure und Sicherheitsmitarbeiter angegriffen. Ernste Verletzungen seien aber die Ausnahme. Die Bahn will in Absprache mit der Bundespolizei mehr Videotechnik an Bahnhöfen einsetzen.

Der Vandalismus in Form beschädigter Sitze, zerkratzter Scheiben oder zerstörter Aufzüge nahm ebenfalls zu - um 20 Prozent auf 2400 Fälle. Ein Großteil geht auf das Konto betrunkener Fahrgäste. Die Bahn hat dabei vor allem reisende Fußballfans im Auge. Die Fälle von Schmierereien an Zügen und Bahnhöfen explodierten im vergangenen Jahr geradezu: Festgestellt wurden 3800 Graffitis und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr mit 1500.

In Sachen Metalldiebstähle, die teilweise ganze Strecken lahmlegen, setzt die Bahn weiter auf mehr Streifen mit der Bundespolizei. Im vergangenen Jahr gab es etwa 350 Fälle, so viele wie 2013. 15 Diebe wurden ertappt, in diesem Jahr wurden bislang 25 Täter aufgegriffen.

Einen Rückgang um 40 Prozent wird bei den Aufbrüchen von Fahrkartenautomaten gemeldet. Die Bahn leert die Geräte inzwischen schneller. Und Farbpatronen machen bei einem Diebstahl das Geld wertlos. Die Bundespolizei registrierte weniger Körperverletzungsdelikte. Etwa 2500 Fälle kamen zu den Akten, das waren acht Prozent weniger als 2013. - dpa

Quelle: wa.de

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