Mehr Todesfälle durch Hautkrebs in NRW

WESTFALEN - In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle durch Hautkrebs erhöht. Im Jahr 2010 endeten 634 Erkrankungen tödlich, teilte das Statistische Landesamt auf dpa-Anfrage mit.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2009 ist das ein Anstieg um 35,7 Prozent. Dabei waren die Männer (57,7 Prozent) deutlich öfter betroffen als Frauen.

Laut Prof. Eckhard Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft dermatologische Prävention lässt sich dieser Unterschied genetisch erklären. "Männer entwickeln dickere Melanome, die häufiger zum Tod führen", sagt er. Ein Melanom ist ein bösartiges Geschwulst.

Bei den statistischen Daten müsse man beachten, dass 2007 bundesweit das Hautkrebs-Screening eingeführt wurde. Seitdem sei bei den Ärzten die Aufmerksamkeit für das Thema gestiegen, die Erkrankungen würden gewissenhafter gemeldet. "In den Schulungen wurde immer betont, dass die Meldung an das Krebsregister das Wichtigste ist", sagt Breitbart. Dennoch gelte grundsätzlich, dass sich die Menschen zu lange in der Sonne aufhielten, um sich zu bräunen. "Zu viel UV-Strahlung ist genau so gefährlich wie Rauchen", sagt Breitbart. - lnw

Quelle: wa.de

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