Zwischenzeitlich mehr Polizei in Dortmund aufgeboten

Sicherheit Alaaf: Köln feiert unter Polizeischutz Silvester

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In Köln führt die Polizei verstärkt Kontrollen durch. 

[Update, 8.47 Uhr] Köln/Dortmund - Ein Jahr nach den massiven sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht hat Köln unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen ins neue Jahr gefeiert. "Die umfangreiche Vorbereitung war richtig und notwendig", sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies am frühen Sonntagmorgen. Allein in der Kölner Innenstadt waren rund 1500 Beamte eingesetzt, die vermehrt Personalien kontrollierten. Eine erste Zwischenbilanz von Polizei und Stadt in der Nacht fiel verhalten positiv aus.

Am Hauptbahnhof setzten Polizisten mehrere hundert verdächtige Männer fest, vornehmlich nordafrikanischer Herkunft. Weitere 300 Personen wurden am Deutzer Bahnhof aus einem Zug geholt und überprüft. "Sie werden von uns befragt, und wir werden ihre Identität feststellen. Es wird keiner zu früh gehen", sagte Mathies. Er habe kurzfristig zwei zusätzliche Hundertschaften zur Verstärkung angefordert.

In der Silvesternacht vor einem Jahr hatte es in Köln massenhaft sexuelle Übergriffe auf Frauen gegeben. Zeugen beschrieben die Täter als nordafrikanisch oder arabisch aussehend. Viele der Beschuldigten waren Flüchtlinge.

Am frühen Neujahrsmorgen 2017 berichtete die Polizei von zwei gemeldeten Sexualstraftaten, bei denen Frauen angefasst und begrapscht worden seien. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, in dem anderen Fall seien die drei Täter noch flüchtig.

Nach den Geschehnissen vor einem Jahr hatten Stadt und Polizei bei der Sicherheit stark aufgerüstet. Die Domplatte war mit Absperrgittern gesichert, es gab Einlasskontrollen, weil dort Feuerwerk verboten war. Neu installierte hochauflösende Videokameras übertrugen Bilder vom Vorplatz des Hauptbahnhofs live ins Polizeipräsidium. Zudem gab es mehrere Straßensperren. Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wurden unter anderem Betonklötze aufgestellt, um zu verhindern dass Lastwagen in Menschenmengen fahren können.

Kardinal Rainer Maria Woelki äußerte sich zuversichtlich, dass von Köln in dieser Silvesternacht eine friedliche Botschaft ausgehen werde. Die Wörter der Lichtinstallation zeigten: "Köln ist eine Stadt, die für Mitmenschlichkeit und Geschwisterlichkeit steht."

Zuvor hatte Woelki in seiner Jahresabschluss-Predigt im Dom die vergangene Silvesternacht als "Katastrophe" bezeichnet. Zeitgleich zum Silvester-Gottesdienst seien damals Hunderte Frauen einer Bedrohung ausgesetzt gewesen, "die so und in dem Ausmaß bislang nicht vorstellbar war.

Dortmunder Polizei verstärkt "Kräftelage"

Auch die Dortmunder Polizei hatte die Zahl der Einsatzkräfte im Laufe des Silvesterabends noch einmal aufgestockt. Begründet wurde das mit "mehreren hundert Männern, die sich zum Teil in Kleingruppen aber auch in größeren Gruppen am Platz von Leeds in der Dortmunder Innenstadt gesammelt hatten", wie es kurz nach Mitternacht geheißen hatte.

In einer weiteren Pressemitteilung am Neujahrsmorgen heißt es dann aber: "Bei der größeren Gruppe handelte es sich nach jetzigen Erkenntnissen um ca. 1000 Menschen, die nicht ausschließlich aus Männern bestand, sondern auch aus vielen Familien mit Kindern.

Aus dieser feiernden Gruppe heraus wurden nach Mitternacht einzelne Feuerwerkskörper in Richtung eingesetzter Polizeibeamter und ungezielt in die Menschenmenge hinein geworfen. Diese Störungen unterbanden Polizeibeamte durch sofortiges und konsequentes Einschreiten. Personalien wurden festgestellt, Platzverweise erteilt und vereinzelt Personen in Gewahrsam genommen. So schnell wie sich die Menschenansammlung gebildet hatte, löste sie sich auch wieder auf. Bereits vor 1 Uhr hatte sich die Menge wieder in Kleingruppen aufgeteilt über den Hauptbahnhof in unterschiedliche Richtungen begeben."

Im Verlaufe der Nacht sei es vereinzelt zu Körperverletzungsdelikten gekommen.

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Quelle: wa.de

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