Initiativkreis Ruhr

Maßnahmen gegen Staus in NRW gefordert

ESSEN - Kilometerlange Autoschlangen auf den Straßen in NRW nerven nicht nur die Pendler. Auch die Wirtschaft fordert Maßnahmen gegen Staus und kaputte Straßen. Ein Lichtblick: Der milde Winter hat weniger Schlaglöcher verursacht.

Das Wirtschaftsbündnis Initiativkreis Ruhr hat von der Politik Maßnahmen gegen Staus in Nordrhein-Westfalen gefordert. "Staus sind ein Hemmschuh für den Standort und verursachen einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Schaden", sagte der Leiter des Bündnisses, Klaus Engel, am Samstag auf der Vollversammlung des Initiativkreises in Essen.

"Der Verkehr im Ruhrgebiet, dem industriellen Herzen Europas, muss ungehindert rollen können." Die Bundes- und Landesregierung seien gefordert. Die maroden Autobahnbrücken bei Leverkusen und Duisburg zeigten, wie dringend notwendig Investitionen seien, erläuterte Engel. "Die Neubau-Pläne für diese beiden Rheinbrücken müssen auf allen Entscheidungsebenen schnellstmöglich umgesetzt werden." NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sagte auf der Veranstaltung zu, "dass das Land alle notwendigen Schritte zur Behebung des Sanierungsstaus bei Straßen und Brücken unternehmen werde."

Groschek stellte auch die Kernelemente des langfristig angelegten Projekts "Ruhrgebiet mobil" vor. Darin sollen unter anderem die parallel verlaufenden Autobahnen A2, A40 und A42 mit einem intelligenten Verkehrsleitsystem vernetzt werden. Auch der Rhein-Ruhr-Express und der Radschnellweg Ruhr gehören zum Konzept. Unterdessen sorgt der milde Winter bei der Ausbesserung der Straßen in NRW für etwas Entspannung. So müssen viele Straßenbauämter des Landes deutlich weniger neue Schlaglöcher reparieren als in den vergangenen Jahren. Das hat eine dpa-Umfrage in NRW-Großstädten ergeben.

Auch auf den überörtlichen Straßen halten sich neue Frostschäden in Grenzen. Die Lage auf Autobahnen und Landesstraßen habe sich nach dem zweiten milden Winter in Folge nicht weiter verschlechtert, sagte ein Sprecher von Straßen.NRW. "Kein Vergleich zu harten Wintern", hieß es beispielsweise beim Amt für Verkehrsmanagement in Düsseldorf. Der Initiativkreis Ruhr ist ein Zusammenschluss von rund 70 Unternehmen, darunter Bayer, DHL, RWE und die Deutsche Bank. Der Leiter Klaus Engel ist Vorstandschef des Chemiekonzerns Evonik.

dpa

Quelle: wa.de

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