Mann filmt und onaniert im Zug: Frauen "ekeln" sich

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Der Angeklagte mit seiner Hammer Anwältin Anke Richter (rechts) im Gerichtssaal.

Hamm/Dortmund - Wie gefährlich für die Allgemeinheit ist der wegen einer Vielzahl von exhibitionistischen Handlungen angeklagte Hammer? Um diese wesentliche Frage kreist das Strafverfahren gegen den 42-Jährigen.

In einer solchen Position soll der Exhibitionist seine Taten begangen haben. Für das ganze Bild bitte rechts oben hineinklicken.

Zu Prozessbeginn hatte der Mann über seine Verteidigerin Anke Richter die 80 angeklagten Einzeltaten zugegeben und damit eingestanden, jahrelang im Zug Frauen heimlich gefilmt und dabei onaniert zu haben. Das Gericht hat bereits das beschlagnahme Videomaterial im Gerichtssaal gesichtet, sich einen Eindruck gemacht von der Art der Aufnahmen und der Reaktion der betroffenen Frauen.

Manche scheinen es nicht bemerkt zu haben, dass ein Fahrgast sie ins Visier genommen hatte, manche wenden sich genervt ab, suchen sich einen anderen Sitzplatz. "Erschrocken und geekelt" habe sie sich, erklärte am Mittwoch eine Zeugin, die den Mann angezeigt und zweifelsfrei identifizieren konnte.

Verhalten eine Gefährdung für Allgemeinheit?

Das Gericht muss prüfen, ob das Verhalten des vielfach vorbestraften Mannes eine Gefährdung für die Allgemeinheit darstellt. Ein psychiatrischer Sachverständiger soll im Verlaufe des Prozesses darlegen, ob der Hammer ein allgemeingefährlicher Wiederholungstäter ist und, wie von der Staatsanwaltschaft bereits beantragt, in der Sicherungsverwahrung untergebracht werden muss.

Fest steht bislang, dass der Exhibitionist bislang unter anderem wegen Vergewaltigung viele Jahre im Gefängnis und in der forensischen Psychiatrie verbracht hat. Auch hat er offenbar immer wieder gegen die Weisung der Führungsaufsicht verstoßen, keinen Alkohol zu trinken.

Viele Taten auf der Fahrt zu Sex-Therapie

Viele der Taten ereigneten sich zudem auf Fahrten mit dem Regionalexpress von Hamm nach Dortmund, wo der Wiederholungstäter auf Weisung der Justiz an einer ambulanten Therapie für rückfallgefährdete Sexualstraftäter teilnehmen musste.

Seit der Anzeige der beherzten Zugreisenden sitzt der Hammer seit Dezember vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.

Der Prozess wird am 26. Juni fortgesetzt.

Quelle: wa.de

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