Mann gesteht vor Gericht: Ehefrau beim Wäschewaschen ermordet

Münster - In einem Mordprozess in Münster hat ein Mann zugegeben, seine Ehefrau beim Wäschewaschen erstochen zu haben. Konkrete Erinnerungen an die eigentliche Bluttat habe er nicht, ließ der angeklagte Wachmann (48) am Dienstag über seine Verteidigerin bekanntgeben.

Nach der Tat seien ihm aber Bilder durch den Kopf geschossen, bei denen er ein Messer in der Hand hielt und auf seine Ehefrau einstach. Er könne sich den Angriff überhaupt nicht erklären. Der Mord war Ende März 2010 am Arbeitsplatz der Haushaltshilfe geschehen.

Der Mann aus Ennigerloh schilderte, seine Frau habe noch freundlich mit ihm gesprochen. Dann seien beide in den Keller gegangen, weil sie nach der Wäsche sehen wollte. Dort sei es dann zum Streit gekommen. Er habe dann die Beherrschung verloren und seiner Frau das Messer in den Rücken gestochen, die dann zu Boden gesackt sei. Danach habe er ihr mit einer abgebrochenen Bierflasche in den Hals gestochen. Bis heute könne er sich nicht erklären, wie er als stiller und zurückgezogener Mensch zu so einer Tat fähig sein konnte.

Als Tatmotiv vermutet die Anklage die Trennungsabsichten der Frau. Das 43 Jahre alte Opfer war damals am Tatort verblutet. Die Getötete hinterlässt insgesamt fünf Kinder im Alter von 13 bis 22 Jahren. Der Prozess wird am 4. Oktober fortgesetzt.

Quelle: wa.de

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