Mordkommission ermittelt in zwei Fällen

Schüsse vor Notaufnahme: Schütze entkommt in Luxus-BMW

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Die Polizei wurde in der Nacht zu Samstag zu zwei miteinander zusammenhängenden Fällen gerufen.

Eine Mordkommission der Polizei ermittelt nach einer gefährlichen Körperverletzung in der Dortmunder Nordstadt und Schüssen im Klinikviertel. Beide Fälle hängen zusammen. Ein Mann aus Soest, dessen Verwandter wohl mit einem Messer verletzt worden war, wurde wenig später an einer Klinik beschossen.

Dortmund - Um 1.30 Uhr erhielt die Polizei in der Nacht zu Samstag einen Notruf aus der Stahlwerkstraße im Dortmunder Norden. Ein Anrufer meldete eine Schlägerei, an der mehrere Personen beteiligt gewesen sein sollen. Auch von einem Messer sei die Rede gewesen, erklärte die Polizei. 

Vor Ort trafen die Polizeibeamten an der Ecke Stahlwerkstraße/Borsigstraße eine sechsköpfige Personengruppe an, eine Auseinandersetzung gab es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. "Die Männer wiesen teilweise Verletzungen und Blutanhaftungen auf. Einer von ihnen war mit einem spitzen Gegenstand im Bauchbereich verletzt worden", erklärte die Polizei Dortmund.

Verletzter kommt ins Krankenhaus - dort fallen wenig später Schüsse

Ein Rettungswagen brachte den 31-jährigen Mann aus Lüttich in ein Krankenhaus. Angaben zu einer Schlägerei oder woher die Verletzungen stammen, machten weder er, noch die anderen Männer.

Die Polizeibeamten stellten vor Ort eine blutverschmierte Jacke, einen Schlüssel und ein Einhandmesser, das sie auf dem Boden fanden, sicher.

Etwa anderthalb Stunden später, um kurz nach 3 Uhr, wurden der Polizei dann Schüsse in der Beurhausstraße im Dortmunder Klinikviertel gemeldet. In eines der Krankenhäuser war zuvor das 31-jährige Opfer aus der Nordstadt gebracht worden.

Verwandte erkennen mutmaßlichen Täter

"Verwandte des 31-Jährigen hielten sich zum Tatzeitpunkt im Foyer des Krankenhauses auf", so die Polizei. Als ein Mann mit einer Halsverletzung, die ihm wohl ebenfalls mit einem "spitzen Gegenstand" beigebracht worden war, zur Behandlung in der Notaufnahme erschien und diese dann durchs Foyer verlassen wollte, erkannten ihn die Verwandten des Lüttichers. 

Bei den Verwandten handelte es sich um einen 26-Jährigen aus Soest und einen 38-Jähriger aus Dortmund. Den beiden Männern zufolge handelte es sich bei dem Verletzten in der Notaufnahme um den Tatverdächtigen, der zuvor ihren Verwandten schwer verletzt haben soll.

Verdächtiger flüchtet - auffallende Autos fahren davon

"Der Tatverdächtige verließ das Krankenhaus und stieg als Beifahrer in einen davor wartenden neuwertigen, schwarzen, getunten VW Golf. Ein schwarzer 6er BMW folgte dem VW. Dabei soll der Beifahrer aus dem geöffneten Fenster, mehrere Schüsse in Richtung der beiden Verwandten abgegeben haben. Dann flüchteten die vollbesetzten Autos in Richtung der Hohen Straße", schilderte die Polizei die Geschehnisse. 

Die Polizeibeamten stellten an der Beurhausstraße zwei Patronenhülsen fest. Ein Projektil hatte die Glasfront des Krankenhausfoyers durchschlagen.

Mordkommission ermittelt

Die Mordkommission der Dortmunder Polizei ermittelt in den beiden Fällen wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Die Dortmunder Polizei ist nun auf der Suche nach Zeugen: Wer hat die Auseinandersetzung an der Stahlwerkstraße beobachtet? Wer ist Zeuge der Schüsse an der Beurhausstraße geworden? Wer kann Angaben zu den beiden Autos und deren Insassen machen?

Hinweise bitte an die Kriminalwache unter 0231 - 132 7441

Quelle: wa.de

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