Prozess gegen frühere Verantwortliche von Milli Görüs gestartet

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Landgericht Köln

Köln - Gegen drei frühere Verantwortliche und zwei Mitarbeiter des Islamverbands Milli Görüs hat ein umfangreicher Prozess wegen Betrugs und Steuerhinterziehung begonnen.

Seit Montag stehen die vier Angeklagten mit türkischer Staatsangehörigkeit und ein Deutscher in Köln vor Gericht. Den drei ehemaligen Funktionären der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs und einem Buchhalter wirft die Staatsanwaltschaft Steuerhinterziehung in den Jahren 2004 bis 2008 vor. 

Einkünfte aus der Organisation von Pilgerreisen oder Gebetskalender-Verkäufen seien dem Finanzamt verschwiegen worden. Im zweiten Komplex sollen die drei Ex-Funktionäre sowie der Vorsitzende der Zentralbuchhaltung laut Anklage jahrelang bis 2009 viele Milli-Görüs-Mitglieder um insgesamt mehr als elf Millionen Euro betrogen haben. Ein Teil ihrer Spendengelder sei für andere Zwecke abgezweigt worden. 

Das Kölner Landgericht geht von einem Mammutprozess aus und hat zunächst 50 Termine bis März 2018 festgelegt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft Milli Görüs als islamistisch ein, bescheinigte ihr aber im Bericht von 2016 Reformen und "einen schwächer werdenden Extremismusbezug". - dpa

Quelle: wa.de

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