Drama im Hafen von Loano

Männer aus Iserlohn sterben bei Jacht-Brand in Italien

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Feuerwehrleute löschen die brennende Jacht im Hafen von Marina di Loano.

[Update] Iserlohn/Lippstadt/Loano - Dramatische Szenen in einem italienischen Hafen: Eine deutsche Jacht brennt lichterloh. Eine Frau rettet sich mit einem Sprung ins Wasser, aber eine andere und zwei Männer sterben in den Flammen.

Drei Deutsche sind auf einer brennenden Jacht an der italienischen Mittelmeerküste ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei in Iserlohn handelt es sich um zwei Männer aus der Stadt im Alter von 53 Jahren sowie um eine 61 Jahre alte Frau aus Frankfurt/Main. Eine 52-jährige Frau aus Lippstadt habe das Unglück als einzige überlebt.

Das Boot habe im Hafen der Stadt Loano im Nordwesten des Landes gelegen, als das Feuer am Donnerstag gegen 6 Uhr ausbrach, berichteten die Nachrichtenagentur Ansa und die italienische Tageszeitung "La Stampa".

An Bord seien insgesamt zwei Männer und zwei Frauen gewesen, von denen sich eine retten konnte. Die Hintergründe des Brandes waren zunächst unklar. Auch die Polizei in Iserlohn hatte darüber keine Kenntnisse.

Die 52-Jährige sei von Bord ins Wasser gesprungen, berichtete Ansa. Sie kam ins Krankenhaus und wurde anschließend vernommen. Sie sei aus dem Schlaf gerissen worden, weil ihr Schwager geschrien habe. Ihr sei es anschließend gelungen, das brennende Boot zu verlassen.

Den Begleitern der Frau im vorderen Teil der Jacht versperrten Flammen den Weg nach draußen. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Küstenwache hatten die Eingeschlossenen nicht retten können. Unter den Opfern soll den Berichten zufolge auch die Schwester der Überlebenden sein.

Es werde wegen Brandstiftung und fahrlässiger Tötung ermittelt, zitierte Ansa den zuständigen Staatsanwalt Massimiliano Bolla. Es sei schwierig, den Hergang des Unglücks nachzuvollziehen, da der Brand zunächst nicht vollständig gelöscht gewesen sei. Das vom Feuer zerstörte Boot lag laut Ansa bereits ein Jahr im Hafen Loanos und fuhr unter deutscher Flagge. Am Nachmittag hob ein Kran das Wrack aus dem Wasser.

Quelle: wa.de

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