Männer gehen selten zur Krebsvorsorge

DORTMUND - Geht es um die Krebsvorsorge, sind Männer die reinsten Muffel. Nur jeder vierte Mann über 45 Jahren (23,7 Prozent) ging 2011 nach einer Erhebung der AOK Nordwest in der Region Westfalen-Lippe zu mindestens einer Früherkennungsuntersuchung.

Bei den Frauen war der Anteil fast doppelt so hoch (41,9 Prozent), wie die AOK am Mittwoch in Dortmund bekanntgab. Im Bundesdurchschnitt kam die AOK ein Jahr zuvor mit 24,2 Prozent bei den Männern auf ähnliche Werte. Bei den Frauen lag die Zahl mit 48,3 Prozent höher.

"Wir appellieren an die Bevölkerung, die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen noch besser zu nutzen. Denn je früher Krebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen", sagte AOK-Vorstand Dieter Paffrath. Männer ab 45 Jahren haben einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Dazu gehören die Untersuchung des Darms, der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane. Die Früherkennung bei Frauen beginnt bereits ab 20 Jahren.

Die AOK hat Daten von 870 000 Frauen über 20 Jahren und fast 460 000 Männern über 45 Jahren in Westfalen-Lippe ausgewertet. - lnw

Quelle: wa.de

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