Lufthansa-Streik: 159 Starts in NRW gestrichen

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Bei der Lufthansa am Düsseldorfer Flughafen wird an diesem Montag gestreikt.

[UPDATE 12.30 Uhr] DÜSSELDORF/KÖLN - Das Lufthansa-Bodenpersonal macht ernst: Mit Schichtbeginn an den meisten deutschen Flughäfen blieben die Schalter der Airline leer. 159 Starts fiehlen allein in NRW aus.

Mit einem Warnstreik hat das Bodenpersonal der Lufthansa den Flugverkehr der Airline fast überall lahmgelegt und allein in Nordrhein-Westfalen 159 Starts verhindert. Nur drei Atlantikflüge nach New York, Miami und Chicago sollten am frühen Nachmittag planmäßig von Düsseldorf aus starten. Alle anderen Abflüge von Düsseldorf, Köln/Bonn, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt fielen aus. Bundesweit sollten von 1720 geplanten Verbindungen nur 32 starten. Besonders betroffen waren die Deutschland- und Europa-Verbindungen. Wegen der gestörten Umläufe wurden bereits erste Flüge für Dienstag abgesagt.

An einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi vor der Lufthansa-Verwaltung in Köln-Deutz nahmen nach Angaben eines Verdi-Sprechers rund 400 Beschäftigte der Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf teil. Nach Verdi-Schätzungen sollten sich am Montag in NRW etwa 800 Lufthansa-Mitarbeiter am Warnstreik beteiligen.

An den beiden großen Flughäfen blieb es nach Angaben von Sprechern ruhig. Die Flugpassagiere hätten sich schon im Vorhinein um eine Umbuchung oder Stornierung gekümmert, sagte ein Sprecher in Düsseldorf. "Die meisten kommen erst gar nicht zum Flughafen." Dass Reisende von den Ausfällen nichts mitbekommen hätten, sei nur vereinzelt der Fall gewesen.

An den beiden großen Flughäfen blieb es nach Angaben von Sprechern ruhig. Die Flugpassagiere hätten sich schon im Vorhinein um eine Umbuchung oder Stornierung gekümmert, sagte ein Sprecher in Düsseldorf. "Die meisten kommen erst gar nicht zum Flughafen." Dass Reisende von den Ausfällen nichts mitbekommen hätten, sei nur vereinzelt der Fall gewesen.

Verdi fordert in dem Tarifkonflikt 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und Jobgarantien für rund 33 000 Mitarbeiter. Die Lufthansa hatte die Forderungen mit einem nach Geschäftsfeldern modifizierten und in Teilen erfolgsabhängigen Vergütungsangebot gekontert. Über einen Zeitraum von 29 Monaten kämen einzelne Berufsgruppen auf eine Steigerung von mehr als drei Prozent, hatte Personalvorstand Stefan Lauer erklärt. Jobgarantien macht die Lufthansa von strukturellen Änderungen abhängig.

Es ist bereits die zweite Welle von Arbeitsniederlegungen. Die nächste Verhandlung zwischen den Tarifparteien steht am 29./30. April an.  - dpa

Quelle: wa.de

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