Dramatische Ereignisse am vergangenen Freitag im Märkischen Kreis

Bei Polizeieinsatz: Lüdenscheider rammt sich Messer in die Brust und stirbt

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Blaulichter

Lüdenscheid - Dramatische Ereignisse in einem Wohnhaus an der Mathildenstraße: Wie die Polizei am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, hat ein 57-Jähriger sich am Freitagmorgen während eines Polizeieinsatzes ein Messer in die Brust gerammt.

Trotz verzweifelter Versuche, das Leben des Lüdenscheiders zu retten, starb der Mann in seiner Wohnung vor den Augen der Polizisten. 

Gegen 9.30 Uhr schellten die Beamten nach Polizeiangaben an der Wohnungstür. Sie hatten einen Durchsuchungsbeschluss, nachdem Hinweise auf illegalen Anbau einer Cannabis-Plantage eingegangen waren. 

Doch die Mieter – der 57-Jährige wohnte zusammen mit seinem Sohn (23) in der Etagenwohnung – öffneten nicht. Die Polizisten brachen daraufhin die Tür auf. 

In diesem Augenblick fügte sich der Vater – nach letzten Informationen seit längerem schwer erkrankt – die tödliche Verletzung zu und brach blutend zusammen. Versuche, ihn zu reanimieren, scheiterten. Bei Eintreffen des Rettungswagens war der Mann bereits tot. 

Zwar rückte der eigentliche Anlass für den Einsatz unter dem Eindruck der Ereignisse zunächst in den Hintergrund. Doch der Verdacht der Behörden bestätigte sich. In der Wohnung befand sich eine laut Polizei „professionell ausgestattete Plantage mit Cannabis-Pflanzen“. 

Um die aufwendige Elektroanlage für Belüftung, Beleuchtung und Bewässerung zu speisen, hatten die Verdächtigen die Stromversorgung manipuliert. Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) mussten hinzugerufen werden, um die Anlage zu demontieren. 

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten außerdem ein altes Vorderlader-Gewehr. Die Pflanzen und die Waffe wurden sichergestellt. Beamte der Mordkommission Hagen waren ebenfalls im Einsatz. 

Der 23-Jährige, der sich in der Wohnung aufhielt, wurde vorläufig festgenommen, später allerdings wieder auf freien Fuß gesetzt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des dringenden Verdachts des illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Quelle: wa.de

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